Schwäbische Landsknech- te erbeuteten bei Ermatin- gen im Thurgau zwei Luzerner Geschütze und ziehen damit weiter in Richtung Konstanz. Nach ihrem Sieg bei Er- matingen erlitten die königlichen Verbände jedoch beim nahe gelege- nen Schwaderloh eine Niederlage gegen die Eid- genossen. Fortan waren die Positionen im Thur- gauer Hinterland unverän- dert: Die Eidgenossen ver- blieben in ihrer günstigen Stellung erhöht beim Schwaderloh, die Königli- chen verharrten in Schutz- stellung bei den Schanzen ausserhalb von Konstanz. Den Schritt zur grossen, kriegsentscheidenden Schlacht wagten beide Seiten nicht mehr. 
nem grossen Vorbeimarsch am 15. Juli 1499. Es sollen insgesamt 3 000 Reiter, 7 000 Landsknechte und 250 Kriegswagen gewesen sein. Da sich im Thurgau ein grosses Aufgebot der Eidgenossen gesammelt hatte, schien die Entschei- dungsschlacht bevorzustehen. Beide Heere verblie- ben jedoch in ihren günstigen Stellungen, die Eid- genossen erhöht beim Schwaderloh, die Königli- chen geschützt in den Schanzen vor Konstanz. Den ersten Schritt zur grossen, zur kriegsentscheiden- den Schlacht wagten beide nicht. Das Reichsheer beschränkte sich in der Folge auf kleinere Störun- ternehmungen in der Umgebung von Konstanz, Maximilian fuhr am 22. Juli nach Lindau. Am sel- ben Tag erlitt sein Feldhauptmann Heinrich von Fürstenberg vor Dornach in der Nähe von Basel eine schwere Niederlage.31 Die Königlichen hatten vom Sundgau her kleine- re Aktionen nach Süden unternommen, auf die die Eidgenossen ursprünglich mit einem grossen Ra- chezug antworten wollten. Angesichts der gegneri- schen Truppenkonzentrationen in Konstanz, die den Thurgau zu bedrohen schienen, änderten sie vorläufig ihre Pläne. Als daraufhin Graf Heinrich von Fürstenberg mit starken Kräften vom Elsass über Basel nach Süden vorstiess, fühlte sich Solo- thurn unmittelbar bedroht und mahnte die ande- ren Orte um Hilfe an, währenddessen das königli- che Heer, das auch mit starker Artillerie versehen war, die Belagerung der Burg Dorneck aufnahm. Die Truppen Heinrichs von Fürstenberg gingen er- schütternd sorglos zu Werke. Sie nahmen offenbar nicht wahr, dass sich die Solothurner, denen all- mählich Verstärkung aus den anderen Orten zuzog, auf den Höhen im Osten sammelten. Die eidgenös- sischen Hauptleute entschlossen sich zu einem Überraschungsangriff auf das weitgehend ungesi- cherte Lager des Feindes. Der erste erfolgreich ge- führte Schlag galt der Ausschaltung der gegneri- schen Artillerie. Bereits während dieser Aktion fiel der königliche Feldhauptmann Heinrich von Fürs- tenberg. In weiterer Folge erlitt die eidgenössische Vorhut durch den sich formierenden Gegner jedoch erhebliche Verluste. Als die Hauptmacht der Eidge- nossen anrannte, hielten die Reihen der Lands- 152
        

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