Falschgeld zurück.272 Schwend sei ein Freund, über dessen BiL-Konto er, Blaschke, verfügen könne, deshalb habe er die Geldnoten unter dem Namen Schwend an den ihnen beiden persönlich bekann- ten Dommen von der American Express abge- schickt. Die namensgefälschte Grenzkarte («Hans Hacker») habe er von Schwends Sekretärin erhal- ten und erneuern lassen. Der Betrag, den Rudolf 11 ^Kime Btaafepotijei Sfartspotijelllille SnnsbruA 
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GREPO FELDKIRCH^NR. 2066 DRINGEND SOFORT VORLEGEN» AN SD-LA MUENCHEN, Z. HDjL^S^UBAF.~BUCHBERGER, NACHRI CHTLl CH AN GEKO BREGENZ.~ 5? — BETRI FFT: SACHE HACKER.—. ~. *~! * /BEZUG.. BEKANNT.. r. 
' Btl DER HEUTE STATTGEFUNDENN BESPRECHUNG ZWI SCHEN~ DR. V S'G T UND^MLR* .HAT MICH DR^ VOGT ERSUCHT, DIE SOFORTIGE GERICHTLICHE EINVERNAHME DES Hufs C H WE H D ZU VERANLASSEN UND DAS PROTOKOLL .UjyERZBEGUeH HIERHER ZU LEI TEN, WEI L DIESES IM HAFTPRUEFUNGSVERFÄHREN HACKER DRINGEND GEBRAUCHT WIRD.;\ Äff« 
IN FEOK1RCHJDTAET1GTE VERNEHMUNG DES HR. SCHWEiD I^ANN FUER DEN GERICHTSAKT IN LIECHTENSTEIN NVCHT VERWENDET^-: WERDEN. ICH BJTTE UM UMGENENDE^ÖfcfDI GONG. JjfERNER BITTE I Cjt^ HRH^ SCHWEND ZU VERANLASSEN, DASS ER* BIS ZUR RUECKKEHR DES SS-OSTÜF^ 
DAUSER IN MUENCHEN 
BLEI BTT* - •„'.«V-.t: 
-v; 7. *: ' .'-.V.-- "TT Gestapo-Fernschreiben vom 17. Dezember 1942, abends 21.10 Uhr: Nach Besprechung mit Dr. Vogt in Vaduz telegrafiert Karl Kriener (Grepo Feld- kirch) an den SD München und ersucht um dortige gerichtliche Einvernahme des Friedrich Schwend. Ein diesbezügliches Proto- koll soll nach Liechten- stein übermittelt werden. SS-Obersturmführer («SS- OSTUF») Dauser hatte München unterdessen Richtung Feldkirch verlas- sen. 
Blaschke nach Zürich sandte, war anscheinend ordnungsgemäss eingeführt und deklariert: 10 000 britische Pfund in Fünfer- und Zehner-Noten zum damaligen Kurswert von etwa 90 000 bis 100 000 Schweizerfranken. Die Schweizer Banken mit Bei- zug der «Bank of England» bemühten sich während der Inhaftierung von Rudolf Blaschke um die Prüfung der von ihm eingesandten Pfundnoten. Die Ergebnisse wurden dann jeweils den Polizei- stellen in der Schweiz und in Liechtenstein mitge- teilt, zuletzt am 26. Dezember, vier Tage vor der Haftentlassung Blaschkes. Sowohl American Ex- press als auch die Nationalbank und schliesslich die «Bank of England» beurteilten die Noten als ge- fälscht.273 Auch zur Person des Schwend erhielten die Liechtensteiner Auskunft: aus einer eidesstattli- chen Aussage von «Friederico Schwend» geht hervor, dass dieser umfangreiche Handels- und Devisengeschäfte tätigte und im vorliegenden Fall seinen «Angestellten» Blaschke mit dem Transport und Verkauf der angeblich aus dem Iran stammen- den Pfundnoten betraute. Den Schweizer Banken und auch der BiL war Schwend aus mehrjäh- rigen, bislang unverdächtigen Devisengeschäften bekannt. Allerdings meldete die Polizei Zürich, ein Direktor Schwab von der Schweizer Nationalbank habe gemeint, dass Blaschke nur vorgeschoben sei und Schwend interessanter gewesen wäre.274 Zum namensgefälschten Ausweispapier gab Blaschke amtlich zu Protokoll, dass ihm dieses jeweils aus- gehändigt wurde. Bei der Behörde «Landrat Feld- kirch», deren Stempel in der Grenzkarte auftaucht, sei er nie gewesen. Die Falschangabe «Hans Hacker» erklärte er mit einer bürokratischen Ver- wechslung; er gab zu, sich dadurch strafbar ge- macht zu haben.275 Am 17. Dezember stellte Blaschke ein Haftent- lassungsgesuch an das Obergericht, worin er sich auch zur Stellung einer Kaution bereit erklärte. Das Gericht hatte nun Gelegenheit, die ihm und der Regierung mittlerweile bekannten Umstände zu würdigen. Tags darauf, am 18. Dezember, wurde das Gesuch Blaschkes abgewiesen.276 Das Oberge- richt deutete eine grössere Dimension des Falles 94
        

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