«DER EINZIGE MANN, DER DIE SACHE AUF SICH NEHMEN KÖNNTE ...» / JÜRGEN SCHREMSER bei der Bereinigung des Putschversuches vom 24. März 1939.114 Die VOMI wurde vom SS-Führer Werner Lorenz11"' geleitet. Der für Liechtenstein zuständige VOMI-Mann war 1940 Dr. Günther Stier. Im Juni 1941 wurde er vom SS-Offizier Dr. Hans Sichelschmidt abgelöst. Mit beiden stand Vogt im Kontakt, mit Sichelschmidt ergaben sich bezüg- lich der VDBL mehrere Besprechungen in den Jah- ren 1941 bis 1943. In wiederholter Verbindung stand Alois Vogt mit Vertretern des SD. Die wichtigste Kontaktperson 107) AA, PA Polit. Abt. II 1936-1939. Rede Josef Hoop, 11. Dezem- ber 1938. 108) LLA LTP 10. Oktober 1940 und 23. April 1941. 109) Dies betrifft Frommelts Verhältnis zu deutschen Dienststellen. Mit Alois Vogt war der ehemalige politische Gegner sehr wohl in Verhandlungen eingebunden, etwa 1939 in der Schweiz zur Ellhorn- Frage und im Falle eines Industrieprojekts. Siehe Geiger: Krisenzeit 2, S. 305-308 sowie LLA LTP 5. Juli 1939. 110) AA, PA Polit. Abt. II 1936-1939, Rede Josef Hoop, 11. Dezem- ber 1938, S. 7: «... morgen schon kann ein Krieg auflodern, der Europa in Brand steckt.» 111) PAAV/523 Zeugenaussage Alois Vogt, 15. Januar 1946, S. 13. 112) Klaus Huegel, geb. 30. Januar 1912 in Freiburg i. Br, 1937 Promotion zum Dr. jur, ab 1938 Verwaltungsausbildung in der Abteilung VI, dem Auslandsnachrichtendienst des SD Stuttgart unter Dr. Ernst Peter, seit 1. August 1940 in Personalunion Leiter des Auslandsnachrichtendienstes und des Alemannischen Arbeitskreises (AAK), seit März 1943 Beauftragter für Volkstumspolitik der VOMI in Liechtenstein, ab 15. April 1943 im RSHA, Amt VI, in Berlin, seit 21. Juni 1943 im Rang eines SS-Sturmbannführers (militär. Majorsrang), am 6. März 1944 nach Verona versetzt, am 28. April 1945 in englische Kriegsgefangenschaft geraten, danach von den Alliierten und der Bupo einvernommen. Ende der Vierzigerjahre aus dem Entnazifizierungsverfahren als «minderbelastet» entlassen. - Angaben bei Hans Rudolf Fuhrer: Spionage gegen die Schweiz. Die geheimen deutschen Nachrichtendienste gegen die Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Frauenfeld. 1982, S. 119 (Kurzbeleg: Fuhrer: Spionage gegen die Schweiz.) und Interview mit Klaus Huegel, 1. Mai 1997. 113) Der SD war im RSHA integriert, welches seit September 1939 die Gestapo, Kripo und die politischen Überwachungsdienste der SS (SD Inland, SD Ausland) umfasste. Leiter des RSHA waren bis 1942 Reinhard Heydrich; nach dessen Ermordung im Juni 1942 für einige Monate Himmler selbst, ab Januar 1943 Ernst Kaltenbrunner. 114) Siehe S. 67. 115) Werner Lorenz, 1891-1974, seit 1937 Leiter der VOMI, Bevoll- mächtigter für internationale Beziehungen im SS-Hauptamt, organi- sierte während des Krieges im Rasse- und Siedlungshauptamt Um- siedlungen von Volksdeutschen. 1948 zu 20 Jahren Haft verurteilt. 
Dr. Klaus Huegel, SD- Offizier und wichtigster Kontaktmann Alois Vogts. Aufnahme um 1939 69
        

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