Das Liechtensteinische Landesmuseum erfreute sich nicht zuletzt auch wegen seines wertvollen Ausstellungsgutes ständig zunehmender Beliebt- heit, so dass zu Beginn der 1980er Jahre an eine bauliche Erweiterung gedacht werden musste. Die- se sollte im Zusammenhang mit der ebenfalls notwendig gewordenen Einrichtung eines Land- tagsgebäudes und einer baulichen Erweiterung des Landesarchivs erfolgen. Ein hierfür vom Schweizer Architekten Luigi Snozzi geplantes Gesamtprojekt wurde jedoch in einer im März 1993 durchge- führten Volksabstimmung abgelehnt, womit auch die zwischenzeitlich prekär gewordenen Raum- verhältnisse des Landesmuseums nicht verbessert werden konnten. Der widrigen Umstände waren jedoch noch nicht genug. Das vorläufige Aus der Ausstellungen des Liechtensteinischen Landesmuseums kam 1992 mit der Errichtung der Zubauten der benach- barten Liechtensteinischen Landesbank. An Lan- desmuseum und Verweserhaus entstandene Ge- bäudesetzungen von bis zu sieben Zentimeter machten die Schliessung des Landesmuseums not- wendig. Der Unterrichtsbetrieb der Liechtenstei- nischen Musikschule im Verweserhaus konnte noch unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt werden. 
EIN NEUER ANFANG FÜR DAS LANDES- MUSEUM Im Mai 1996 hat der Landtag 26,5 Millionen Franken für eine Renovation und Erweiterung des Liechtensteinischen Landesmuseums geneh- migt. Am bisherigen Standort sollte das Landes- museum nun so rasch wie möglich seinen Aus- stellungsbetrieb im Gebäude des Landesmuseums, im benachbarten Verweserhaus sowie in einem Erweiterungsbau wieder aufnehmen können. Ne- ben landeskundlichen und landesgeschichtlichen Dauerausstellungen von prähistorischer Zeit bis in die Gegenwart sollen nun auch naturkundliches Ausstellungsgut in einer Dauerausstellung gezeigt und Wechselausstellungen durchgeführt werden können. Medien- und Schulungsräume, eine Cafe- teria sowie Ausstellungswerkstätten, Kulturgüter- schutzräume und Büros für die Museumsleitung waren ebenfalls einzuplanen. Im Oktober 1997 wurde ein europaweit aus- geschriebener Architekturwettbewerb eingeleitet. «Die Wiederherstellung der Bauten und die Wie- dereinrichtung des Museumsbetriebes ist vordring- lich. Nach sorgfältiger Abwägung der politischen, kulturellen und fachlichen Aspekte hat der Landtag entschieden, diese beiden Bauten zu sanieren und mit einem hangseitigen Erweiterungsbau zu ergän- zen. Mit dem vorliegenden Architekturwettbewerb soll der bestgeeignete Projektvorschlag und Ar- chitekt für die rasche Realisierung dieses Bau- vorhabens ermittelt werden. Mit den bisherigen Vorarbeiten sind die Finanzierung mit Gesamtanla- gekosten von 26,5 Millionen Franken sowie die eigentums- wie planungsrechtlichen Voraussetzun- gen definitiv gesichert»1, heisst es im Wettbewerbs- programm. Die Zielsetzung wird wie folgt um- schrieben: «Der Wettbewerb soll in Projekten aufzeigen, wie eine historische Bausubstanz zeit- gemäss und substanziell schonend adaptiert, reno- viert und erweitert werden kann. Es ist im wei- teren aufzuzeigen, wie in grundsätzlicher Beach- tung der ortsplanerischen Grundlagen der Zen- trumsplanung Vaduz der planerische Spielraum für die künftige bauliche Entwicklung im Bereich des 310
        

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