HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1998 «Stiftung Propter Homines», der «Karl Mayer Stif- tung», der «Binding-Stiftung» und der «Stiftung fürstl. Kommerzienrat Guido Feger» möglich. Da- für möchte ich herzlich danken. Im Verlaufe des Berichtsjahres wurden auch einige historische Seminararbeiten zu liechtenstei- nischen Themen aus dem Seminar für Allgemeine und Schweizerische Zeitgeschichte an der Univer- sität Freiburg (Lehrstuhl: Professor Urs Altermatt) verfasst beziehungsweise bereinigt. Im Rahmen des vom Historischen Lexikon in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Gutenberg alljährlich organisierten «Gutenberger Geschichts- vortrages» referierte lic. phil. Klaus Biedermann Ende November 1998 zum Thema «Rodwesen und Verkehrsgeschichte in Liechtenstein im 18. Jahr- hundert unter besonderer Berücksichtigung von Balzers und der Rolle der Balzner Wirtshäuser». TAGUNGEN Das Historische Lexikon organisierte im Berichts- jahr mehrere Tagungen, die den Zielsetzungen des Historischen Lexikons wie auch der liechtensteini- schen geschichtlichen und volkskundlichen For- schung dienen. Die Tagungen konnten mit grossem Erfolg durchgeführt werden. Die zahlreichen Teil- nehmerinnen und Teilnehmern belegten, dass sie einem Bedürfnis entsprachen. FRAUEN- UND GESCHLECHTERGESCHICHTE Die Instrumentarien der Frauen- und Geschlech- tergeschichte sind in den letzten zwanzig Jahren so vervielfältigt und erprobt worden, dass sie für die Geschichtsforschung unverzichtbar geworden sind und damit auch bei der Geschichtsschreibung eines Historischen Lexikons von Nutzen sein können. Vielmehr: Ohne geschlechtsspezifische Fragestel- lungen lässt sich heute kaum noch Geschichte in relevanter Art rekonstruieren. Die Redaktion enga- gierte deshalb die durch einschlägige wissenschaft- liche Forschungen, Projekte und Lehrveranstaltun-gen 
namhafte Schweizer Historikern Heidi Witzig (Uster) für eine ganztägige Fortbildung zum Thema «Frauen im Historischen Lexikon ... Von der Frau- en- und der Geschlechtergeschichte». Das span- nende Kolloquium bot Anregungen und konkrete Beispiele, wie sich die Geschichtsforscherinnen und -forscher in fruchtbarer Art und Weise dieses Instrumentariums bedienen können. Die Tagung, die einen theoretisch-methodischen und einen praktisch-angewandten Teil mit Arbeit an konkre- ten Quellen umfasste, stiess auf grosses Interesse. LIECHTENSTEIN UND DIE REVOLUTION 1848 Im November führte das Historische Lexikon die zweite «Liechtensteinische Historische Tagung» durch, diesmal im Bildungshaus Gutenberg (Bal- zers). Thema war die Revolution von 1848 in Liechtenstein und in angrenzenden Nachbargebie- ten (Schweiz, Österreich). Die Tagung fragte da- nach, in welchem Umfeld sich die Revolution 1848 in Liechtenstein abspielte, welche Ursachen sie auslösten, was verlangt und erwartet wurde, wel- che Konsequenzen sich aus ihr ergaben, was sie zur Schaffung einer Liechtensteiner Identität leiste- te? Es beteiligten sich folgende Referenten und Re- ferentinnen (mit Themen): - Dr. phil. Peter Geiger (Schaan): 1848 in Liech- tenstein - die Ereignisse in einem chronologischen Überblick. - Der lange Atem der Revolution von 1848 in Liechtenstein. Elf Thesen zu Folgen, Be- deutung und Nachwirkung. - Dr. phil. Georg Jäger (Chur): «. Graubünden 1848.» - Mag. phil. Rupert Tiefenthaler (Feldkirch): Alar- mierende Gerüchte - Liechtenstein und die Revolu- tion 1848 aus der Sicht Vorarlbergs. - Dr. phil. Rupert Quaderer (Schaan): Jahre der Retardation - Liechtensteins innenpolitische Ent- wicklung von 1815 bis 1848. - Dr. phil. Evelin Oberhammer (Wien): Die Fürsten von Liechtenstein und die Revolution von 1848. - lic. phil. Paul Vogt (Balzers): Staatliche Organi- sation und Verwaltung als Träger der Macht. 287
        

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