de die Jahresrechnung 1997 einstimmig geneh- migt. Ebenfalls einhellig gutgeheissen wurden die Rechnungen der Fonds «Forschung und Publikatio- nen» sowie «Nach Amerika!». Die Mitgliederversammlung stimmte ebenso dem Vorschlag des Vorstandes zu, die Mitglieder- beiträge auf der bisherigen Höhe zu belassen. Auch für 1998 galt, dass natürliche Personen CHF 75-, juristische Personen und Kollektivmitglieder CHF 150.- sowie Studenten und Studentinnen CHF 40.- als Jahresbeitrag zu entrichten hatten. Unter dem Traktandum «Freie Aussprache» lud der Vereinsvorsitzende Rupert Quaderer die Mit- gliederversammlung ein, Anregungen und Vor- schläge einzubringen, Kritik zu üben, Lob zu äus- sern, etc. Zuerst nutzte Rupert Quaderer selbst die Möglichkeit zu einigen Äusserungen. Ausgehend von der Tatsache, dass die Regie- rung sich Gedanken mache über grundlegende strukturelle Veränderungen im kulturellen Bereich, welche sich auch auf den Historischen Verein auswirken könnten, unterstrich Rupert Quaderer vor allem die Bedeutung des Jahrbuches: Es stelle ein «wertvolles und wichtiges Ergebnis der Tätig- keit des Vereins für die Geschichtsforschung des Landes und damit für das Land selbst» dar. Um dessen Publikation - es erscheint ununterbrochen seit 1901 - weiterhin gewährleisten zu können, ist eine mittelfristig gesicherte materielle Basis uner- lässlich, sowohl für das Jahrbuch wie auch für die Geschäftsstelle, ohne die das Erscheinen des Jahr- buches in Frage gestellt sei. Der Vorsitzende appel- lierte in diesem Zusammenhang an die Vereinsmit- glieder um Unterstützung und brachte auch seine Hoffnung auf das Verständnis der Verantwortlichen im Staat zum Ausdruck. Anschliessend meldete sich Robert Allgäuer, Ehrenmitglied des Historischen Vereins, zu Wort. Er bestärkte in seinem Votum die Worte des Vorsit- zenden und hielt zudem fest, dass fast alle kulturel- len Institutionen in Liechtenstein den Historischen Verein als Vater oder Mutter hätten und dass sich der Verein auch heute noch in vielen Bereichen um deren Gedeihen kümmere. Er unterstrich deshalb den Appell des Vorsitzenden an die Mitglieder, den 
Verein zu unterstützen und ihm allenfalls auch po- litisch zu helfen, damit er seine Aufgaben weiterhin wahrnehmen könne. Robert Allgäuer äusserte sich auch besorgt be- züglich der Entwicklung der Ereignisse in der Sa- che «Anwesen Gamanderhof» in Schaan. Das Land Liechtenstein und die Gemeinde Schaan hätten die Möglichkeit, dieses bedeutende und historisch ein- malige Zeitzeugnis für die Geschichte der Gemein- de und des Landes zu erwerben und damit in öffentlichen Besitz zu nehmen. Allerdings dränge die Zeit. Robert Allgäuer stellte deshalb den An- trag, die Mitgliederversammlung solle in einer Re- solution die Verantwortlichen in Staat und Gemein- de ersuchen, alles zu unternehmen, damit der Gutshof «Gamander» in den Besitz der öffentlichen Hand komme. RESOLUTION FÜR DEN ERWERB DES «GAMANDERHOFES» IN SCHAAN DURCH DIE ÖFFENTLICHE HAND Die folgende Resolution wurde von den Anwesen- den einstimmig - bei einer Stimmenthaltung - angenommen: «Die öffentliche Hand - das Land Liechtenstein und/oder die Gemeinde Schaan - hat derzeit die grosse Chance, den  in Schaan käuflich zu erwerben. Die Jahresversamm- lung des Historischen Vereins ersucht die Verant- wortlichen in Staat und Gemeinde, alles zu unter- nehmen, damit der Gutshof  in den Besitz der öffentlichen Hand kommt». Die von der Mitgliederversammlung angenom- mene Resolution wurde im Berichtsjahr 1998 der Regierung und der Gemeinde Schaan in schriftli- cher Form zugestellt. Ergänzend dazu führte der Historische Verein folgende erläuternde Beweg- gründe an: - Der «Gamanderhof» ist ein bedeutendes und historisch einmaliges Zeugnis für die Geschichte nicht nur der Gemeinde Schaan, sondern auch des Landes Liechtenstein. Das Anwesen «Im Gaman- der» war früher herrschaftlicher Besitz. Im Jahre 1780 verkaufte der Fürst von Liechtenstein den 260
        

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