Abb. 37: Nordeinsicht in den Torkelraum von 1804 mit dem mächtigen Press- baum aus der Zeit um 1600 
Räumen 15 und 16 abgezeichnet. Die vorgefundene Dachschräge lässt sich zu einem zweigeschossigen Gebäude mit flachem, etwa 22° geneigten Dach für Legschindeldeckung rekonstruieren, wobei die Traufe auf etwa 470.5 und der First auf etwa 473.0 m ü. M. gelegen haben mögen. Würde die Dach- schräge zu einem symmetrischen Satteldach er- gänzt, so hätte die seinerzeitige Scheune etwa denselben Grundriss bedeckt, wie die heutige, bei einer um ein Geschoss geringeren Höhe. In den Mauern des heutigen Ökonomietraktes sind diverse Teile älterer Rüfestein-Mauerscheiben bis knapp ein Geschoss hoch noch erhalten, sie lassen sich jedoch auf Grund unserer partiellen Untersuchung nicht ganzheitlich erkennen. Zweifellos handelt es sich aber um Bauteile von zum Löwen gehörigen Ökonomiegebäuden. Die mächtige Weinpresse ist 1805 nach dem Neubau des heutigen Torkelgebäudes renoviert worden (Abb. 37); zwei Bauhölzer der Hinterdogge sind im Herbst/Winter 1804/05 gefällt worden. Der Torkelbaum selber wurde, dendrochronologisch ermittelt, nicht vor 1596 gefällt33 - was sich durch- aus mit unseren Befunden deckt, wonach 1666 bereits ein Ökonomietrakt stand mit etwa dem- selben Gebäudegrundriss wie der heutige von 1804. 246
        

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