Anhang URKUNDE VOM 12. MÄRZ 1751 Der Abt von St. Luzi, Norbert Kaufmann, verleiht für acht Jahre im Einverständnis mit dem Konvent und Einwilli- gung des Reichsprälaten von Roggenburg dem Richter Pe- ter Kind und vier Männern aus Ruggell die Benderer Pfrund- und Eigengüter, unter anderem auch das «alte haüß ...». Von dieser Übergabe werden ausgenommen alle St.-Luzi-Lehnsgüter, die Waldungen und die Gärten vor den beiden Häusern, ebenso die Einkünfte aus geistli- chen Diensten und die Statthalterei selbst. Im «alten haüß» bleiben der «große keller» und zwei Zimmer dem Pfarrer vorbehalten. Der «alte keller», der «torkhel, sambt denen der statthalterey aigenthumlichen büttenen und züber», die «darneben stehenden zimmer» und die drei oder vier übrigen Zimmer sowie der «kornboden» werden von den Pächtern genutzt. Das Kloster baut den Pächtern eine Stube und eine Küche. Die Pächter aber müssen Haus, Stall und Alphütten unterhalten. Die Ur- kunde regelt detailliert weitere Pflichten, Nutzungsrechte und Dienste der Pächter, wie auch die Pflichten und Rech- te des Klosters St. Luzi. 
TRANSKRIPTION66 Kundt und zu wisßen seye hiemit jedermänniglichen, daz / entzwischen jhro hochwürden und gnädigen herrn praelathen Norbert, / abbten des löblichen gottshauß St. Luzi des heiligen canonischen pra- / monstratenser ordens, mit wisßen, willen und genehmhaltung des / all- daßigen, wohl ehrwürdigen convents einer- und denen ehrsamben / männern und pfarrkinderen zu Bendern, be- nantlich entzwischen / dem ehren geachten herrn richter Peter Kind von Gamprin, Michael / Kaißer, Dominic But- scher, Michael Öhri und Andreas Heb, alle / von Roggell gebürthig, änderten thails ein aufrecht, redlich und / wohl bedachter accord und bestandts contract getroffen wor- den, / krafft desßen von hochgedachten, hochwürdig herrn praslathen / und convent des löblichen gottshauß St. Luzi mit begnehmi(gung) und ein- / willigung jhro hochwürden und gnaden, herrn reichs praelathen von / Roggenburg alß patris domus Sanct Lucensis, gemeldeten männern / all(es) und iedes, was biß dahin die Benderi- sche statthalterey genuzet / und genossen hat, verleh- nungs weiß zu nuzen und zu geniesßen / überlasßen wor- den (iedoch mit unten anzusezenden austrukhlichen / vorbehält). Verleichen also und überlasßen von dem 15ten tag / merzens des 1751ten iahrs an zu rechnen: / Erstlich, ihnen, vorgemelten männern, alle sowohl pl'ruend- alß aigen- / thumlich an St. Luzi erkauffte und von der Benderischen statthalterey / biß anhero genuzte güther, benantlich den umb die Benderische pfarr- / kür- chen herumb ligenden Weinberg sambt ganzer ober und untern / hueb, den widumb, Schweinbogen, gräss gar- then, hampfere, höffle, / gställe, baumgarthen, riedmaad, falßau, pritschen, daz güttle beym / Zechendstadel, die Abanx wießen, alp. wie auch den hinter dem / alten hauß ligenden, von kleinen Kürchweeg sich in die länge bis / zur begräbnuß der unschuldigen kinder, in die breithe aber / von alten hauß biß an die kürchhoffs maur erstre- khenden garthen / und all übrige biß dato zur Benderi- schen statthalterey gehörige, / und von derselben zu nu- zen gezogene güther in ihren marchen und / zihlen, wie Benderische statthalterey solche biß dahin genuzet / und gerechtsamet hat, iedoch mit außgedrukhten vorbehält / aller St. Luzianischer lehen güter. Jtem all und ieder der statt- / halterey zugehörigen Waldungen, wie auch des kleinen ein- / gemaurten, vor den fenstern der beeden häußer stehenden / samht dem großen Kürchweeg nächst dem alten hauß ligenden / gartens. Jtem aller nuzbarkhei- ten der stohl und persohnlichen / Verdiensten der alda residierenden wohl ehrwürdigen herren patrum. / 66) Die Transkription überarbeitete Claudius Gurt. 196
        

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