DAS ALTE PFARRHAUS AUF DEM KIRCHHÜGEL BENDERN / GEORG MALIN Abb. 48: Scheunentor mit Sandsteingewände in der Nordwestfassade des alten Pfarrhauses nach dem Umbau von 1875 m Im Gefolge dieser Ereignisse dürften dann auch die relativ gut fassbaren baulichen Massnahmen gegen Mitte des 17. Jahrhunderts gesehen werden. Der Ausbau des Hauses zu Ende des 17. und im begin- nenden 18. Jahrhundert kann sehr wohl anhand der Untersuchungen am Haus nachgewiesen wer- den. Der allmähliche Niedergang des Hauses ging parallel mit dem Schwinden des Einflusses und dem Erlöschen der Strahlkraft des Klosters St. Luzi in Chur einher. Die Revolutionszeit brachte das Kloster 1802/06 zu Fall. Das Pfarrhaus wurde zum Stall. Nur der Torkelraum und der grosse Weinkel- ler behielten einstweilen ihre ursprünglichen Funk- tionen. 
Die Gemeinde Gamprin-Bendern trat erst 1874 nach langwierigen Verhandlungen die Rechtsnach- folge des österreichischen Ärars an. Damit begann auch baulich ein neuer Zeitabschnitt, der sich so- gar in der Benennung des Anwesens auswirkte, in- dem aus dem «alten Pfarrhaus» im täglichen Sprachgebrauch der «Pfarrstall» wurde. In diesem Zustand und nur mit geringen Änderungen in der Erscheinungsweise blieb das Haus bis in die jüng- ste Zeit erhalten. 187
        

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