DAS ALTE PFARRHAUS AUF DEM KIRCIII IÜGEI. BENDERN / GEORG MALIN zu zerfallen (Abb. 20, 21). An eine Kellermauer im Mittelteil des Hauses mag man beim Anblick dieser Mauertechnik nicht denken. Im Pianierungs- und Auffüllmaterial in Raum 3, das auf einer ungestörten Humusschicht ruhte und im östlichen Bereich bis zu 80 cm stark war, fanden sich Keramikstücke aus dem 16. und 17. Jahrhun- dert. Der Rest einer Napfkachel darf sogar dem Ende des 15. Jahrhunderts zugerechnet werden.24 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Bauperiode 2 - wie die vorgängige - nur noch in den Fundamenten und Kellerwänden erfasst wer- den kann. Man darf davon ausgehen, dass zwei un- gefähr gleich grosse Bauvolumen von etwa 6 m Breite und der gegenwärtigen Bautiefe das alte Pfarrhaus im Südwesten und gleichermassen im Nordosten begrenzten. Ob die beiden risalitartigen Architekturen über der Kellergeschosshöhe ge- mauerte Hauswände aufwiesen oder ob eine Holz- konstruktion die Erscheinung des Hauses be- einflusste, ist kaum zu entscheiden. Zwischen den beiden erwähnten unterkellerten Hausteilen lagen offenbar nicht unterkellerte Räume. Die unbeküm- mert und flüchtig verlegten Fundamente in der jeweiligen Mitte der Traufseitenfassaden eigneten sich höchstens zur Lagerung eines Schwellenbal- kens zum Aufbau einer Holzwand. Ferner stützt der relativ ungestörte Grund nordöstlich des jünge- ren Kellers 2 diese These. 24) Tagebuch des Autors, 13. März 1979, S. 49; 16. März 1979, S. 51. Abb. 20: Blick in die Fundamentlage (A SCH - N-W 1) der Nordwest- fassade gegen die Nord- ecke des Hauses. Un- gepflegte Fundation auf anstehendem Fels Abb. 21: Blick in die Fun- damentlage (A SCH; N-W A 1) gegen die Westecke des Hauses. Fundament auf anstehendem Fels 165
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.