DAS ALTE PFARRHAUS AUF DEM KIRCHHÜGEL BENDERN / GEORG MALIN An den Fassaden des alten Pfarrhauses wurde vorerst in zwei Etappen der Putz entfernt. Die eigentlichen archäologischen Untersuchungen am alten Pfarrhaus setzten am 20. Juli 1977 ein. Acht Tage später stand fest: Der Südwestgarten beim Pfarrstall liegt in einem Kellergrundriss. Nach einer Grabungspause vom 24. August bis 22. Sep- tember 1977 - es mussten im Nordrondell des Schlosses Vaduz dringende Untersuchungen vorge- nommen werden - legten wir entlang der Südost- seite des alten Pfarrhauses einen eineinhalb Meter breiten Sondierschnitt zur Untersuchung der Fun- damente an. Alsdann folgte die Freilegung der Fundamente an der Nordwestseite des Baues und des Eingangs zum bereits ausgegrabenen Keller (Keller la). Schliesslich wurden die Fundamente an der Nordostseite freigeschaufelt (Abb. 4). Die weiteren archäologischen Erhebungen gal- ten dem in einer Urkunde von 1751 genannten «großen Kürchweeg» mit den ihn begleitenden Mauern. Der «große Kürchweeg» führt an der Südostseite des alten Pfarrhauses vorbei; er be- grenzt den um 1751 genannten Pfarrgarten an der Südostfassade des alten Pfarrhauses. Gleichzeitig zur geschilderten Ausgrabungstätigkeit liefen die Nachforschungen im Südgarten der Statthalterei. Die Ausgrabungen und bauanalytischen Untersu- chungen am aufgehenden Mauerwerk des alten Pfarrhauses wurden bei Wintereinbruch in der zweiten Dezemberwoche 1977 abgebrochen. Kurz- fristige Erhebungen erfolgten noch im März 1978. Eine weitere Untersuchungsphase im Innern des alten Pfarrhauses datiert vom 5. Februar bis zum 20. März 1979. Die Arbeiten erstreckten sich vor allem auf die Bereiche der Keller und des Erdge- schosses (Abb. 4). Im Zeitraum von Ende Oktober bis anfangs No- vember 1988 zeichnete Peter Albertin, Winterthur, die Aussenansichten des Baues und hielt die we- sentlichen Befunde fest; ebenso wurden die rele- vanten Beobachtungen im Innern des Hauses no- tiert. Das Bestreben aber, die noch ausstehenden Ergebnisse der Nachgrabungen komplett zu publi- zieren, verzögerte die Veröffentlichung. Überdies war Peter Albertin wegen gesundheitlicher Proble-me 
1990 nicht in der Lage, die Auswertung der Er- hebungen zu dokumentieren, so dass die bereinig- ten Aufnahmen und Unterlagen erst im Oktober 1992 vorlagen, nachdem 1989 der erwähnte Vor- bericht zur Geschichte des alten Pfarrhauses er- schienen war. In den Monaten November und Dezember 1989 wurden die archäologischen Erhebungen durch Hansjörg Frommelt und Paul Weiler, soweit die Witterung und andere Verpflichtungen dies zulies- sen, im Torkelraum (Raum 2a, 2b) fortgesetzt. Gleichzeitig begannen dieselben Fachkräfte, inten- siv die Stallräume (Räume 3, 4) in der Nordecke des Flauses zu untersuchen. Diese Grabungskam- pagne, weitgehend von Eva Pepic-Helferich organi- siert, wurde - mit Unterbrechungen - Ende Juni 1990 abgeschlossen. Abb. 6: Steingerechte Planaufnahmen der Gehhorizonte mit den Gebäudefundamenten. Aufnahmen von Peter Albertin und Hansjörg Frommelt Referenzhöhe = 460.00 m ü. M. •I Backsteine/Ziegel V, heutiger Bestand an aufgehendem Mauer- werk ...» OK-Niveau 468.14 • iM UK-Niveau 466.82 • t Terrain . B 
Boden • f Eels Ergänzungslinien Grabungsgrenze I 1 1 1 0 1 2 3 m 153
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.