DAS ROD- UND FUHRWESEN IM FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN / KLAUS BIEDERMANN befindlichen Burg gehörten.124 Das Vogteiamt Feld- kirch forderte, dass mit dem Bau dieser Anhang- strasse - zwecks Klärung dieser rechtlichen Fragen - noch zugewartet werden sollte.125 Das Oberamt in Vaduz schrieb den Behörden in Feldkirch, dass nun mit den Bauarbeiten begonnen werden sollte. Die Bauern wären zur Zeit mit Feldarbeit nicht so sehr beansprucht und es wäre folglich der beste Zeitpunkt für den Strassenbau. Für die noch ungeklärte Rechtsfrage in Bezug auf die Guten- berg'schen Güter könne einstweilen eine Zwischen- lösung gefunden werden.126 Es wurden schliesslich auch diejenigen Balzner Untertanen, die für diesen Strassenbau Boden hergeben mussten, finanziell entschädigt.127 Versäumnisse im Strassenunterhalt gaben im- mer wieder Anlass zu Klagen. Am 28. Januar 1792 beispielsweise befahl das Oberamt den Gemeinden Vaduz, Triesen und Balzers die Bekiesung der Strassen. Die Untertanen dieser Gemeinden sollten wöchentlich zwei halbe Tage für die Ausführung dieser Arbeit einsetzen.128 Offenbar nicht besser war es um den Zustand der Landstrassen im Unterland bestellt. So wurde am 20. April 1793 der Landammann der Herrschaft Schellenberg auf- gefordert, die Bekiesung «seiner» Strassen zu ver- anlassen. Der schlechte Zustand der Verkehrsver- bindungen in der Herrschaft Schellenberg sei eine Schande und ziehe die Klagen der Nachbarschaft auf sich.129 Ebenfalls 1793 wurden die Vorsteher der Gemeinde Vaduz gerügt, sie hätten bei den Strassen «biesher keine Ordnung gehalten».130 Joseph Wolfmger aus Balzers stellte im Jahre 1798 fest, dass der schlechte Zustand der Strasse durch Balzers die Fuhrleute davon abhalten würde, das Weggeld131 ordnungsgemäss zu entrichten:132 «[Joseph Wolfinger besagt, dass er] 
    

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