LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1997 Anhang DER INTERNATIONALE ARBEITSKREIS BODENSEEAUSSTELLUNGEN Aus der Praxis heraus hat sich vor rund zehn Jah- ren der Arbeitskreis Bodenseeausstellungen gebil- det. Seine -Mitglieder waren anfangs das Histori- sche Museum St. Gallen, das Historische Museum Frauenfeld, das Heimatmuseum Reichenau und das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz. Die erste Ausstellung (1986) befasste sich mit den Klo- sterarbeiten im Bodenseeraum. Natürlich gab es Beziehungen zwischen den Museen der Bodensee- region, eine gemeinsame Ausstellung war jedoch damals ein Novum. Der Erfolg hat den Kreis zum Weiterarbeiten bewogen. Mit der Vorbereitung der zweiten gemeinsamen Ausstellung über die Touris- musgeschichte des Bodenseeraums (1991-1993) wurde der Kreis der Beteiligten erweitert. Das See- museum in Kreuzlingen und das Amt für Geschich- te und Kultur des Bodenseekreises in Friedrichsha- fen kamen hinzu. Im Zuge der dritten Ausstellung über das Kriegsende im Bodenseeraum (1995) stiess schliesslich das Liechtensteinische Landes- museum zum Kreis der beteiligten Museen. Bei der Ausstellung über das Kriegsende musste schon aus äusserlichen Gründen auf jede Form von Wanderausstellungen verzichtet werden, weil die Ausstellung innerhalb eines halben Jahres abge- wickelt, also parallel gezeigt werden musste. Man entschied sich deshalb für eine sogenannte Servi- celösung, die es den beteiligten Museen überliess, die zur Verfügung gestellten Materialien (Photo- und Textsätze) nach eigenen Vorstellungen auszu- wählen und mit Ausstellungsobjekten aus der je- weiligen Region zu kombinieren. Damit hatte der Arbeitskreis von der Kostenersparnis her das opti- male Modell der Zusammenarbeit gefunden. Der geschlossene Transport einer mehr oder weniger kompletten Ausstellung führt dagegen eher dazu, die finanziellen Vorteile einer gemeinsamen Aus- stellung aufzuzehren. Heute besteht die gemeinsa- me Arbeit in der Erarbeitung der Ausstellungstex- te, der Auswahl der Bilder, in der gemeinsamen Werbung und in der gemeinsamen Arbeit am Kata- log. Das wichtigste ist jedoch der gegenseitige Ge-dankenaustausch. 
Die bisher erschienenen drei Kataloge sind ein Weg, zumindest facettenhaft, den gesamten Raum des Bodensees in den Blick zu nehmen. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Ge- schichtsschreibung der Gesamtheit des Raumes, die es seit Fegers gross angelegtem Versuch einer Gesamtgeschichte für das Mittelalter und die frühe Neuzeit nur in Ansätzen gibt. Auch bei der vierten derzeit in Vorbereitung be- findlichen Ausstellung über die zurückliegende und die zukünftige Jahrhundert- und Jahrtausendwen- de im Bodenseeraum wird in diesem Sinne verfah- ren werden. Zum ersten Mal wird eine Ausstellung auch Blicke in die Zukunft umfassen. Dr. Gert Zang, Insel Reichenau 291
        

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