LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1997 Jahresbericht 1997 STIFTUNGSRAT Der Stiftungsrat trat im Berichtsjahr unter dem Vorsitz von Dr. Kurt F. Büchel, Triesen, zu drei ordentlichen Sitzungen zusammen, in denen die statutarischen Geschäfte behandelt wurden. Da- neben befasste sich der Stiftungsrat eingehend mit den Fragen personeller Neubesetzungen vakanter Stellen, der Errichtung einer Abteilung «Geschichte Liechtensteins des 19./20. Jahrhunderts» und der baulichen Situation des Liechtensteinischen Lan- desmuseums. Es bestehen Aussicht und berech- tigte Hoffnungen, dass das Liechtensteinische Lan- desmuseum in diesen Bereichen im kommenden Jahr in positiver Richtung vorankommen wird. MUSEUMSKOMMISSION Die Museumskommission befasste sich ebenfalls an drei Sitzungen insbesondere mit dem Ausbau und der Erweiterung der Museumssammlungen sowie anstehender Fragen und Probleme des Landes- museums. Die Museumskommission hatte im Be- richtsjahr über mehr als dreihundert Neuzugänge in die verschiedensten Bereiche der Museums- sammlungen zu befinden. MUSEUMSVERWALTUNG Das Liechtensteinische Landesmuseum steht nun bereits im sechsten Jahr der Schliessung nach den baulichen Vorkommnissen im Frühjahr 1992. Die Museumsarbeit musste im Berichtsjahr im bisheri- gen Rahmen mit nur dreieinhalb Arbeitsstellen weitergeführt werden. Das besondere Augenmerk der Museumsleitung galt wie in den zurückliegen- den Jahren der Konservierung und Restaurierung der vielfältigen Museumssammlungen und nament- lich deren qualitativen Erweiterung. Erheblichen Zeitaufwand beanspruchten die laufende Betreu- ung und umfangreiche Beratertätigkeit für mehrere Publikationen und Forschungsprojekte, die mit Fragen zur Geschichte und Kultur unseres Landes 
sowie mit Objekten aus den Museumssammlungen zusammenhängen. Mehrere Exponate aus den Museumssamm- lungen gingen als Leihgaben an verschiedene Aus- stellungen in Museen, was jeweils auch die Prä- senz des Liechtensteinischen Landesmuseums do- kumentiert. Als jüngste Leihgabe ging im Dezem- ber ein bemalter Kasten des Gontener Malers Conrad Starck aus dem Jahre 1806 in das Histori- sche Museum Appenzell; dies zum Abschluss des Jubiläumsjahres «350 Jahre Pfarrei Gonten». Der bemalte Appenzeller Schrank zeigt im oberen Tür- feld «das Dörflein Gonten», eine detailgetreue An- sicht des Dorfes Gonten von Süden. Dabei handelt es sich um die mit Abstand älteste Darstellung von Gonten. Sämtliche Neueingänge sowie Teile des Altbe- standes wurden inventarisiert und karteimässig erfasst. Leider konnte die EDV-Datei mangels er- fahrenem Fachpersonal nicht mehr weitergeführt werden. Im Auftrag der Fürstlichen Regierung wurde in- nerhalb einer eigens bestellten Arbeitsgruppe das Projekt «Eigenkollektion» im Hinblick auf einen künftigen Museumsshop in einer ersten Phase rea- lisiert. Dies ist ein gemeinsames Projekt des Liech- tensteinischen Landesmuseums und der Liechten- steinischen Staatlichen Kunstsammlung, das ins- künftig in erweiterter Form fortgeführt wird. Die bisherige Kollektion umfasst u.a. Repliken ver- schiedener römischer Terra Sigillata-Gefässe - Funde von Balzers und Mauren - Schmuckstücke, Schirme und Briefpapier, Seidenschals und -fou- lards mit Motiven von Heinz Mack und Ferdinand Nigg nach Originalen aus den Sammlungen der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, u.a.m. Der Verkauf dieser Objekte erfolgt im Büro der Fremdenverkehrszentrale in Vaduz sowie bei den genannten Institutionen. Bei der Auswahl der Objekte und Motive wurde ein besonderes Augenmerk auf den Liechtenstein-Bezug gelegt. Originale in den beiden Museumssammlungen dienten als Vorlage für diese Kollektion, die am 9. Dezember 1997 in Anwesenheit von Frau Regie- rungsrat Dr. Andrea Willi, den Museumsleitern Dr. 277
        

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