HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1997 den begleitend beobachtet. Dabei wurden auf «Mösma» oberhalb von Eschen letzte Fundament- reste eines frühneuzeitlichen Wohnhauses und im «Steigle» in Gamprin die Reste einer Kalkgrube festgestellt. Auf der Parzelle Nr. 166 in der «Specki» in Schaan, auf der bereits im Herbst/Winter 1995/ 1996 Sondierungen durchgeführt worden waren, wurden im Berichtsjahr mit Unterstützung des Ar- chäologischen Dienstes des Kantons Graubünden weitere Prospektionen durchgeführt. Leider konn- ten keine neuen Erkenntnisse zur Situation des ala- mannischen Gräberfeldes gewonnen werden. Im Berichtsjahr beschränkte sich die Bautätigkeit auf dieser Parzelle auf den Abbruch des alten Wohn- hauses. Auch die Beobachtung der mit diesen Ar- beiten zusammenhängenden Bodeneingriffe blieb ohne Ergebnisse. Mit weiteren archäologischen Abklärungen muss in Zusammenhang mit dem Aushub der Baugrube gerechnet werden. Die Fra- ge, wann tatsächlich mit dem Baubeginn auf der Parzelle Nr. 166 in der «Specki» in Schaan gerech- net werden kann, konnte von der Bauherrschaft im Berichtsjahr nicht beantwortet werden. Auf eine Fundmeldung hin wurden südlich der Alpe «Valüna», in der Flur «Kalkofa», kurz vor der Abzweigung «Waldboda/Obersäss», direkt am hangseitigen Wegrand, die Reste eines wahrschein- lich neuzeitlichen Kalkofens dokumentiert. Der Ofen ist bei der Neuanlage des Alpwegs durch- trennt und zu einem grossen Teil zerstört worden. Anlässlich der Begehung konnte festgestellt wer- den, dass sich unmittelbar südlich der Alpe «Valü- na» in der Wiese beim «Hundsbach» die Reste ei- nes weiteren, wahrscheinlich weniger gestörten Kalkofens noch im Boden befinden. Beide Öfen dürften in Zusammenhang mit der Bautätigkeit bei der Alpe «Valüna» stehen. Die beratende Tätigkeit für die Denkmalschutz- Kommission der Fürstlichen Regierung und die Mitarbeit bei deren Sachberabeitung gestalteten sich im Berichtsjahr wiederum arbeits- und zeitin- tensiv. Verschiedene Gutachten und Besprechungs- protokolle wurden verfasst. Hansjörg Frommelt ar- beitete u.a. in den Fachgruppen zur Sanierung der 
Fassaden der ehemaligen Weberei der Firma Jenny, Spoerry & Cie. in Triesen, zur Vorbereitung der Renovation der Kapelle St. Maria in Triesen, zur Renovation der Kapelle Maria zum Trost auf «Dux» in Schaan, zur Vorbereitung der Renovation des «Landweibelhauses» in Schaan und zur Vorbe- reitung der Restaurierung der neugotischen Altäre in der Pfarrkirche St. Fridolin in Ruggell mit. Wie bereits in den Vorjahren haben sich Vertre- ter der Archäologie an der Vorbereitung und an der Organisation des Europäischen Tages des Denk- mals, welcher 1997 der Geschichte der Eisenbahn durch Liechtenstein gewidmet war, beteiligt. In Zu- sammenarbeit mit dem Graphiker Hanspeter Gass- ner haben sie an der Gestaltung der Informations- tafeln mitgearbeitet. Michael Pattyn vom Hochbau- amt und Hansjörg Frommelt zeichneten als Redak- toren der zu diesem Anlass herausgegebenen Fest- schrift «125 Jahre Eisenbahn in Liechtenstein» verantwortlich. In Zusammenarbeit mit dem Restaurator Oskar Emmenegger aus Zizers konnte die Nordfassade im Innenhof der Burg Vaduz baugeschichtlich unter- sucht und dokumentiert werden. Die Arbeiten er- gaben interessante Hinweise zur baulichen Ent- wicklung der Burg in der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert. Bis anhin unbekannte Malereien konnten von Oskar Emmenegger freigelegt und konserviert werden. An der zeichnerischen Erfas- sung der aufgedeckten Befunde arbeitete Ulrike Mayr mit. Zusammen mit Schlossverwalter Gilbert Kaiser erarbeitete Hansjörg Frommelt ein Konzept zur fotografischen Dokumentation und zeichneri- schen Erfassung aller Innenhof-Fassaden der Burganlage. Die Planerfassung soll 1998 durchge- führt werden und als Grundlage für kommende Re- staurierungsmassnahmen und baugeschichtliche Erhebungen dienen. 263
        

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