Küchenabfällen gehandelt haben muss. Zu den nur in kleiner Zahl nachgewiesenen Wildtieren gehö- ren Hirsche, kleine Singvögel und Hasen/Kanin- chen. Die Funde eines Fischknochens und eines Angelhakens zeugen davon, dass der Reichtum der umliegenden Gewässer ebenfalls genutzt worden ist. ST. FLORINSGASSE, VADUZ Die Bestimmung und Auswertung der anlässlich der Notgrabung in der St. Florinsgasse in Vaduz geborgenen menschlichen Skelette lag weiterhin in den Händen der Anthropologin Marianne Lörcher aus Gränichen. Abb. 4: Marianne Lörcher. Als Anthropologin mit der Auswertung der Skelett- funde aus der Notgrabung Vaduz/Florinsgasse be- traut 
SCHELLENBERGER MÜNZSCHATZFUND Im Sommer 1997 wurde der Historiker und Numis- matiker Daniel Schmutz aus Buchs (AG) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des in den Jahren 1930/31 im «Schellenberger Wald» (Ruggell) gefun- denen Münzschatzes beauftragt. Ziel dieser Arbeit, die voraussichtlich um 1999/2000 abgeschlossen werden soll, ist die Vorlage und Publikation eines vollständigen Kataloges. Die Erfassung aller re- levanten Informationen an den Originalen wird im Münzkabinett des Schweizerischen Landesmu- seums in Zürich durchgeführt. Das Schweizerische Landesmuseum hat die fachgerechte Verwahrung und Versicherung der Objekte während dieser Phase der Untersuchung übernommen. Vor der Freigabe zur Auswertung mussten alle Münzen inventarisiert, fotografiert, restauriert und konserviert werden. Vom Münzschatzfund befinden sich in unserer archäologischen Sammlung zur Zeit 458 Silber- münzen des 14. und 15. Jahrhunderts. Im Jahre 1931 sind vom Finder zirka 138 Münzen, die eben- falls dem Schatzfund angehören, an einen Samm- ler in Vorarlberg verkauft worden. Im Interesse der Auswertung des gesamten Bestandes laufen Be- strebungen, auch diesen noch heute in Privatbesitz befindlichen Teil mit in die Untersuchung einzube- ziehen. Benedikt Zäch, Konservator am Münzkabi- nett der Stadt Winterthur, knüpfte dabei wertvolle Kontakte. Er unterstützt auch unsere Bemühungen, die beiden Teile des Münzschatzfundes wieder zu- sammenzuführen und in Liechtenstein aufzube- wahren und ausstellen zu können. BAUÜBERWACHUNG, SONDIEBUNGEN UND DENKMALSCHUTZ Wie in den Vorjahren zählte neben der Aufarbei- tung alter Grabungsbestände auch im Jahre 1997 die Kontrolle der Bautätigkeit in Liechtenstein zu einer der Hauptaufgaben der Fachstelle Archäolo- gie. Wiederum sind sämtliche beim Hochbauamt eingereichten Baugesuche im Rahmen dieser Ar- beit geprüft worden. Mehrere Aushubprojekte wur- 262
        

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