An der Jahresversammlung in Triesenberg wur- de auch Eva Pepic als Leiterin der Archäologie ver- abschiedet. Sie verlässt auf Ende April 1997 die Ar- beitsstelle Archäologie und übernimmt die Leitung von Gemeindearchiv und Dorfmuseum in Schaan. Rupert Quaderer würdigte das Wirken von Eva Pepic wie folgt: «Frau Pepic übernahm 1985 im Auftrag des Liechtensteinischen Landesmuseums die Betreuung des durch den Wasserschaden im Liechtensteinischen Gymnasium beschädigten ar- chäologischen Materials. 1987 ging die Leitung und Koordination der Archäologie auf Frau Pepic über. Der Brandfall von 1988 in der Spoerry-Fabrik in Triesen machte eine erneute Evakuierung der Sammlungen ins alte Amtshaus in Balzers notwen- dig. Im Oktober 1990 konnten schliesslich im neu erstellten Mehrzweckgebäude in Triesen zweck- mässige Räumlichkeiten bezogen werden. Frau Pepic bewältigte im geschilderten Zeitraum die an- fallenden ausserordentlich schwierigen und an- spruchsvollen Aufgaben mit enormem Einsatz und grosser Fachkenntnis. Sie hatte wesentlichen An- teil an der Rettung und Bewahrung des archäologi- schen Kulturgutes unseres Landes. Dafür gebührt ihr Dank. Ich wünsche ihr alles Gute an ihrer neu- en Stelle in Schaan, wo sie weiterhin für die Ge- schichte des Landes wirken kann.» Als kleines «Dankeschön» für ihr Engagement erhielt Eva Pepic ebenfalls einen Blumenstrauss überreicht. Durch das Ausscheiden von Eva Pepic musste die Leitung der Archäologie in neue Hände überge- ben werden: Mit Beschluss vom 18. März 1997 hat- te die Regierung Herrn Hansjörg Frommelt mit der Leitung und Koordination der Archäologie betraut. Er trat dieses Amt am 1. Mai 1997 an. Weitere Kurzberichte über ihre jeweilige Tätig- keit gaben die Vertreter der übrigen vom Verein ge- tragenen wissenschaftlichen Projekte: für das Hi- storische Lexikon lic. phil. Arthur Brunhart, für das Liechtensteiner Namenbuch Professor Dr. Hans Stricker sowie für das Liechtensteinische Urkun- denbuch cand. phil. Claudius Gurt. Weitere Infor- mationen zur Tätigkeit der einzelnen Projekte sind den jeweiligen Jahresberichten zu entnehmen. Über den Stand der Arbeiten beim Urkundenbuch 
und beim VALTS (Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein, Westti- rols und des Allgäus) - Projekte, welche vom Histo- rischen Verein mitgetragen werden - wird in die- sem Jahresbericht an anderer Stelle informiert. Im Anschluss an diese Berichte wies der Ver- einsvorsitzende Rupert Quaderer besonders auf die Bedeutung des Liechtensteinischen Urkundenbu- ches hin: «Bezüglich des Urkundenbuches stehen wichtige Entscheidungen an. Das Urkundenbuch ist fundamental wichtig für alle Projekte, die vom Historischen Verein getragen werden. Das Namen- buch, das Historische Lexikon, die Archäologie, aber auch Autorinnen und Autoren der Jahrbuch- beiträge sind auf die Weiterarbeit am Urkunden- buch angewiesen. Ohne Geschichtsquellen keine Geschichtsschreibung. Und einem Staat ohne Ge- schichtsbewusstsein fehlt ein wesentliches Funda- ment für seine Identität; dies gilt für jeden Staat, für den Kleinstaat aber ganz besonders. Woher denn sonst, wenn nicht aus unserer Geschichte lei- ten wir die Begründung für unsere staatliche Exi- stenz ab? Es ist sehr zu hoffen, dass die verant- wortlichen Stellen im Staat die Bedeutung dieses Unternehmens erkennen und ihm die notwendige Unterstützung zukommen lassen.» Der Jahresbericht des Historischen Vereins für 1996, welcher wiederum in gedruckter und gehef- teter Form allen Vereinsmitgliedern - zusammen mit der Einladung zur Jahresversammlung - zuge- schickt worden war, wurde von den anwesenden Vereinsmitgliedern einstimmig genehmigt. Der Be- richt von Rechnungsrevisor Georg Kieber wurde sodann verlesen. Seiner Empfehlung, die Jahres- rechnung 1996 sowie die Fondsrechnungen «For- schung und Publikationen» und «Nach Amerika!» zu genehmigen, ist die Jahresversammlung ein- stimmig gefolgt, nachdem Kassier Alfred Goop diese Rechnungen kurz erläutert hatte. Ebenfalls diskussionslos stimmte die Jahresver- sammlung dem Antrag des Vorstandes zu, den Jah- resbeitrag 1997 in der bisherigen Höhe zu belas- sen: CHF 75 - für Einzelmitglieder, CHF 150 - für Kollektivmitglieder und juristische Personen sowie CHF 40.- für Studentinnen und Studenten. 244
        

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