REZENSIONEN GESCHICHTE DER STADT BLUDENZ das Vereinsleben der alteingesessenen Bludenzer ab 1867 aufblühte, wurde das kulturelle Leben der italienischsprachigen Immigranten anfangs eher behindert als gefördert. Anträge auf Bewilligung eines Gasthauses mit Musik sowie auf Einrichtung einer italienischen Bücherei wurden von der Stadt 1886 beziehungsweise 1902 abgelehnt. Die Alt- eingesessenen waren offenbar verunsichert ob der grossen Zahl an Immigranten. Die rasante Ent- wicklung von Bludenz im späten 19. Jahrhundert ist gut ablesbar an der demographischen Entwick- lung. So wuchs die Bevölkerung von 788 Personen im Jahre 1838 auf 4 010 Personen im Jahre 1900. Das vorliegende Buch ist in einer gut verständ- lichen Sprache geschrieben und damit sowohl für den interessierten Laien wie auch für den Fach- mann und die Fachfrau mit Gewinn lesbar. Das an- gefügte Namens- und Ortsverzeichnis ermöglicht eine gezielte Recherche. Mehrere mit Sorgfalt aus- gewählte Abbildungen lockern den Text auf. Hilf- reich wäre allenfalls ein detaillierter Stadtplan von Bludenz gewesen, der die genaue Lokalisierung der im Text genannten Strassen und Gebäulichkeiten ermöglicht hätte. Trotzdem ist das Buch zur Lek- türe sehr empfohlen, es bietet viele wertvolle Infor- mationen nicht nur die Geschichte der Stadt Blu- denz, es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Regio- nalgeschichte. 
ANSCHRIFT DES AUTORS lic. phil. Klaus Biedermann St. Josefsgasse 3 FL-9490 Vaduz 3) Zum Thema «Schwabengängerei», die übrigens auch von Frauen betrieben wurde, vgl. Rezension von Arthur Brunhart auf S. 229- 234. 239
        

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