5 m Abb. 18: Triesenberg. Haus Nr. 155 in «Lavadi- na». Westansicht. Plan- aufnahme Abb. 19: Triesenberg. Haus Nr. 155 in «Lavadi- na». Südansicht. Plan- aufnahme 
Abb. 20: Triesenberg. Haus Nr. 155 in «Lava- dina». Balkenkopf in Schwalbenschwanz-Form mit Holzdübeln, datiert ins Fälljahr 1530/31 
Strick), die sonst nach gängiger Meinung im Für- stentum Liechtenstein erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingesetzt wurde. Foto- und Planauf- nahmen, die das Haus vor dem Abbruch dokumen- tieren, verweisen auf einschneidende bauliche Ver- änderungen. So scheint die Firstrichtung des Hau- ses in den Jahren 1910/11 anlässlich des nordseiti- gen Stall- und Schopfanbaus nach traufseitiger Anhebung des Obergeschosses um 90° gedreht worden zu sein.28 Der Versatz in der Durchzäpfung der Binnenwände auf der Westfassade lässt auf Veränderungen der Raumeinteilung im Oberge- schoss schliessen. Nur die beiden Südecken des Holzbaus sind in Schwalbenschwanz-Technik aus- geführt. Möglicherweise könnte das Haus seine letzte Raumeinteilung und die schwalbenschwanz- förmig zugehauenen Balkenköpfe an den Ecken der Südfassade einer Versetzung des Kernbaus von 1530/31 verdanken. Es liegen jedoch keine Hin- weise vor, die eine solche Hypothese bestätigen würden. Gerade das vorliegende Beispiel zeigt, dass die Inventare auf ihre Vollständigkeit hin überprüft werden müssen. Das Haus Nr. 155 in «Lavadina» hätte nicht ohne vorgängige bauhisto- rische Dokumentation abgebrochen werden dür- fen. Die Bauernhausforschung sollte vermehrt auch der Untersuchung und Datierung konstruktiver Ausführungsdetails Augenmerk schenken. 216
        

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