Rheinüberschwemmung möglicherweise beschä- digt. Die Turmstation blieb indessen bestehen.20 Während mehr als einem halben Jahrhundert prägten die Leitungsanlagen und Transformersta- tionen die Ortsbilder der Gemeinden mit. In Liech- tenstein ist inzwischen das gesamte Telekommuni- kations- und Stromversorgungsnetz in den Boden verlegt worden. Die alte Infrastruktur hat ihre Funktion verloren. Die Hochleitungsanlagen und Transformatorenstationen sind stillgelegt und grös- stenteils bereits abgebaut worden. Die Transfor- matorenstation «Kirchstrasse» im «Kellersfeld» in Ruggell zählte zu den letzten erhaltenen und zu- gleich zu den ältesten Anlagen ihrer Art im Für- stentum Liechtenstein. Von einer Unterschutzstel- lung der Anlage wurde abgesehen.21 
SCHAAN, «LANDSTRASSE», HAUS NR. 126 MIT WAGNEREI 1845/46 Erbauung des Wohnhauses samt Stall- scheune (hypothetisch). Ende Erbauung der Wagnerei südwestlich 19. Jh. des Wohnhauses durch Gottlieb Hilti (1875-1960). Sein Sohn Gottlieb (1899- 1986) erlernte zuhause den Wagner- beruf und übernahm später den väter- lichen Betrieb.22 1928 Anbau eines Schuppens auf der West- seite der bestehenden Wagnerei. 1953 Südseitiger Anbau einer Werkstätte an die bestehende Wagnerei. Erweiterung des Dachstuhls und Veränderung der Fenster am Kernbau. 1986 Wagnermeister Gottlieb Hilti übte sei- nen Beruf bis zum Tod im Jahr 1986 aus. Die Werkstätten blieben anschlies- send bis zum Abbruch ungenutzt. 1997 Übernahme des gesamten Werkstatt- inventars durch das Liechtensteinische Landesmuseum.23 Abbruch der Gebäu- de. Bei der Wagnerei Hilti handelte es sich um eine Werkstätte mit intaktem und vollständigem Inven- tar. Neben einer Vielzahl von Kleinwerkzeugen befinden sich darunter auch Maschinen, die über Transmissionen angetrieben wurden (Bandsäge, Hobelmaschine etc.). Zusammen mit dem Wohn- haus an der «Landstrasse» fiel die Werkstätte 1997 der Spitzhacke zum Opfer. Sie musste einem Neu- bau weichen. Von einer Unterschutzstellung ist abgesehen worden.24 Beide Bauten wurden vor dem Abbruch nicht baugeschichtlich dokumentiert. Aus diesem Grund kann für das Wohnhaus mit angebauter Stallscheune die Erbauung um 1845/ 46 nur aufgrund grundbuchamtlicher Eigentums- eintragungen rekonstruiert werden, da entspre- chende Aufzeichnungen erst in dieser Zeit begin- nen. 
25 Das gesamte Inventar wurde vom Liechten- steinischen Landesmuseum übernommen. Sein musealer Erhalt ist somit gesichert. Der Beruf des 212
        

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