DIE RODORDNUNG VON 1499 MIT SPÄTEREN ERGÄNZUNGEN797 «Vermerkt ain Ordnung aufgericht und gemacht worden ist, an Sannt Symon unnd Judas Tag, der heyligen zwelf Poten, nach Christi Geburt 14 hundt, unnd 99 ist. Jar, durch Heinrich Butschen, der Zeit Römischen Königlichen Majestät als Fürsten von Österreich Huebmaister, zu Veit- kirch, unnd Ruedolff Rainolt, Stadt Aman auch Hannsen Mezlers, unnd Michel Rad. Landtrichter, auch Hannsen Kessler der Zeit Zoller. Wie es gehalten werden solle, mit dem Kaufmans Gueth, unnd andern Rod Guettern, als zu Veldtkirch nidergelegt unnd daselbs durchgefüert wer- de[en] wie hernach volgtfj Unnd nemblich am ersten, soll ain yeder Wagner, ain gannz Jar die kurz unnd lang Rod vertigen unnd ds ver- trösten. Wellicher im Jar auss der Rod gath, od geen will an [ohne] redlich Ursach d soll 5 [Pfund] Buess verfallen sain zugeben. Wellichem Wagner d Zoller od Thayler beut [= das Auf- gebot macht], er od sein Khnecht, es geschech dem Wag- ner under Augen798 oder zu Hauss unnd Flof, der soll fah- ren unnd gehorsam sein, ufwerz od abwerz bey 1 [Pfund] Buess unnd khain Khorn laden, biss die Kaufmansguetter hinweg gefertigt sein. Unnd wo der Zoller, den selben Ungehorsamen nit an- gibt, so solle er ds Pfund selbs verfallen sein. Guet, Welliches, auch es sey von unnden herauf od von oben herab am ersten in ds Hauss khombt, ds soll am ersten gefertigt werden. Ein yeder Wagner soll ein Blachen haben für Regen unnd ander Gewitter, unnd darzue siben Eisen Negl, zum Wagen gehörig, unnd ain ganze Meni, bey Straff 1 [Pfund]. Ain yeder Wagner solle schuldig sein des Kaufmans Guet zu füeren, an ds Enndt dahin er es füeren soll, es sey auf[-l od abwerz unnd ds niedert [?] ablegend] Es sey dann sach ds wr ain gueten redlichen Wexl finde, od Din- ge, ain anderen Wagner damit der Kaufman gefertigt wer- de bey ainer Buess 1 [Pfund]. Wann d Zoller ainem Wagner beut [das Aufgebot macht], unnd dann d Wagner Mangl hatt, unnd nit fahren mag, so soll der selb Wagner ainen anderen an sein Statt haben unnd wo er aber dasselb nit thuet, soll er gestrafft werden umb 5 [Pfund Pfennig]. Es soll sich ain yeder Wagner haimb fertigen unnd nit mit Geföhrte auf der Strass von Haymand beleiben, damit der Kaufmann gefertigt werdt, unnd auch ds Buet [Auf- gebot] weder in Schanwaldt noch an anderen Enden uf der Strass nit lassen than bey der obgemelten Buess 1 [Pfund]. 
Der Zoller soll auch die Rod aufrecht unnd redlich biet- ten, khainen für den anderen fürdern, sondfern] yeden auf d. Anderen bietten, wellicher ye auf den Anderen soll fahren, bey 1 Pfund Pfennig Buess. Wellicher sich in d Rod dermassen widerwertig halt, ds Huebmaister Stadtaman unnd Rath oder yemandts Ander sein, beschwerdt weren unnd ds mit lme nit erleiden möchten, so wellen sy gewalt haben, demselben Urlaub zugeben, Es sey zu wellicher Zeit im Jar sich ds eraischt. Wellicher Wagner herein in die Statt botten wiert [= nach Feldkirch aufgeboten wird] unnd an [= ohne ?] ds Guet wider haimfahren muess, ist Buess demselben Wagner, nemblichen ist er von Ranckhweyl 3 [Pfund,] ist er von Tosters, od Eschner Berg 3 [Pfund,] ist er von Tisis, Altenstadt unnd Gisingen 2 [Pfund]. Wellicher Wagner seiner Fuer beschwerdt were, unnd sonnst mit dem Kaufman nit guetlich ains oder betragen mag werden, so soll man ine wegen unnd wellicher Un- recht bevindt, den Wegerlohn geben. Es solle auch khein Wagner khain Guet im Haus laden od weggfüeren, es werde im dann von dem Zoller od Haussmeister angeben, unnd bevolchen zu füeren, unnd wie es dieselben auss thailen deme, selben die Wagner leben bey 1 [Pfund] Buess. Es ist auch verhörten, ds khain Wagner soll Kaufmans Guet von Mayenfeldt herab füeren[,] er khöre dann in die Rod, auch so soll khein Wagner der in die Rod khört, khai- nem anderen Wagner so nit in die Rod gehört, nichz auf- geben, bey ainer Buess 3 [Pfund]. Anno d. quarto, am Sontag vor dem Newen Jar, ist ge- sezt, unnd geordnet, wan der Zoll auf die Rod peut [= wenn der Zoll für die Rod aufbietet], den von Altenstadt, unnd iren zue gewandten, unnd auch d am Eschnerperg, Es sein iro vil od wenig, hinauf geen Mayenfeldt zu faren, wellichen er dann zu ainer Zeit gepotten, hinauf zu fah- ren, unnd begibt sich dann, ds die Eschnerberg, ain Stundt, vier od fünf, vor den Altensteter oder anderen zu Mayenfeldt sindt was dann dieselben am Eschnerperg Ledene laden, die sollen sich mit den Altenstettern, oder welliche in der Rod sein, gleich thaylen und laden, ob sy aber iren nit laiten wolten, so sollen sy doch den Lohn mit ihnfen] thaylen, unnd dossgleichen khamen die Andren vor den Eschnerpergern, hinauf geen Mayenfeldt soll es auch also gehalten werden, unnd wellicher ds nit thuet, der soll zu Buess verfallen sein 1 [Pfund]. Ad 1 An Sant Jergen des Heyligen Ritters Tag, im Fünffzehenhundert Sechsundfünffzigisten Jare, ist durch d Rö. Khü. Mt. Vogt, unnd Ambt Leut, der Herrschafft Veldtkirch, gemainlich, ir Fuerlohn auf ier bitlich Ansue- chen, unnd der Kaufleut bewiliigen, nemblich auf yeden Zendt. zween Pfund Pfennig alss ds sy fürterhin von yedem Zenndten zwainzig Pfennig haben miigen, erbös- sert unnd gestaigert, auch dargegen nachgemelte zween 144
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.