Mahlzeit auf dem Hexen- sabbat: Die Teufel bedie- nen die Teilnehmer Tanz der Hexen mit ihren Teufelsbuhlen 
- Schadenzauber: Die Delinquenten mussten eine breite Palette von Schadenzauber gestehen, von der Verursachung von Unwettern, Stürmen und Hagel, der Zerstörung der Früchte und des reifen- den Weins, dem magischen Diebstahl von Wein aus bestimmten Kellern bis zur Tötung von Tieren, Schädigung von Kindern, Beimischung von Gift in Getränke und so weiter. Weigerten sich die Delin- quenten, einen vom Teufel anbefohlenen Schaden- zauber auszuführen, sollen sie von ihm bestraft worden sein. Zu den Prozessgeständnissen gehörten regel- mässig Denunziationen von weiteren vermeintli- chen Teilnehmern an Hexensabbaten. Manche De- linquenten gaben über hundert andere Personen zu Protokoll. HEXENTANZPLÄTZE In den erhaltenen Unterlagen zu den Hexenprozes- sen sind die erwähnten Hexentänze oder -sabbate nur selten genauer lokalisiert. Zwei Frauen aus Triesen und vom Triesenberg führten in ihren Geständnissen bei den Verfahren in der Mitte des 17. Jahrhunderts folgende Örtlichkeiten an: - den Guggerboden, eine grosse Waldlichtung, östlich ober dem Wangerberg,369 - das Hahnenspiel, ein Bergmassiv südöstlich oberhalb von Steg,370 - ein Ort hinter dem Gulmen, dem Übergang vom Rheintal ins Saminatal, - das Balznerried, eine Flur südlich der Lawena- röfi an der Gemeindegrenze von Triesen zu Bal- zers, heute Wesa genannt,371 und - die Linde zu Vaduz, also die Gerichtslinde im Äuli nordwestlich der heutigen Pfarrkirche.372 Weiters führte eine der Frauen einen Kreuzweg als Hexentanzplatz an. Solche Wegkreuzungen oder -gabelungen galten im Volksglauben allge- mein als Orte, an denen das Übernatürliche oder Dämonische am mächtigsten wirkte. Deshalb wur- den sie später oft mit christlichen Kreuzen verse- hen.373 76
        

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