LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1996 Jahresbericht 1996 STIFTUNGSRAT Der Stiftungsrat des Liechtensteinischen Landes- museums hat an vier ordentlichen Sitzungen die laufenden statutarischen Geschäfte wahrgenom- men. Daneben nahmen Mitglieder des Stiftungs- rates an mehreren Sitzungen bei Vertretern der Fürstlichen Regierung sowie der Gemeindeverwal- tung Vaduz teil. Stiftungsrat und Museumsleitung bemühten sich intensiv um die Erstellung eines Konzeptes und einer Projektstudie zur Errichtung einer neuen Abteilung «Geschichte Liechtensteins im 19. und 20. Jahrhundert», die zu einem Bericht und Antrag zuhanden der Fürstlichen Regierung im Dezember 1996 führten. Dabei geht es vor- dringlich um die Einrichtung einer Stelle beim Liechtensteinischen Landesmuseum zur Erfor- schung der «Geschichte unseres Landes im 19. und 20. Jahrhundert unter dem Blickwinkel der wirt- schaftsgeschichtlichen Entwicklung, vor allem aber auch unter Berücksichtigung der politischen, sozia- len und kulturellen Aspekte». Zur Zeit stehen zudem Räumlichkeiten im ehemaligen Fabrikareal der Firma Jenny, Spoerry & Cie. in Vaduz zur Ver- gabe an, die für diesen Zweck bestens geeignet sind. Zukünftiges Ziel sollte es sein, die For- schungsergebnisse sowie die thematisch gesam- melten Objekte in eine permanente Ausstellung einzubringen. Diese Ausstellung soll inskünftig in administrativer und organisatorischer Hinsicht als Aussensteile des Landesmuseums geführt werden. MUSEUMSKOMMISSION Die Museumskommission hat in drei Sitzungen ihre statutarischen Aufgaben wahrgenommen und namentlich über verschiedene Neuerwerbungen entschieden, die mit mehr als hundert Objekten im Berichtsjahr sehr reichhaltig ausgefallen sind. Dem Sanierungsprojekt der Museumsbauten galt nach wie vor das besondere Interesse der Museumskommission. 
SANIERUNG UND ERWEITERUNG DER MUSEUMSRAUTEN Seit mehr als vier Jahren ist das Liechtensteinische Landesmuseum wegen baulicher Unzulänglichkei- ten geschlossen, der Ausstellungsbetrieb einge- stellt, die reichhaltigen Sammlungen der Öffentlich- keit nicht mehr zugänglich. In einem 33 Seiten umfassenden Bericht und Antrag betreffend die Renovation und Erweiterung von Landesmuseum und Verweserhaus hat die Fürstliche Regierung dem Landtag das Projekt vorgestellt. In seiner Sitzung vom 22. Mai 1996 hat der Landtag dem vorgeschlagenen Sanierungs- und Erweiterungskonzept seine Zustimmung er- teilt und einen Verpflichtungskredit in Höhe von CHF 26 500 000.- genehmigt. Der Beschluss des Landtages hat in weiten Kreisen ein positives Echo ausgelöst. Leider konnte der Architekturwettbe- werb nicht wie geplant bis Ende des Berichtsjahres ausgeschrieben werden. Somit bleibt offen, ob der im Bericht der Regierung vorgesehene Termin des Baubeginns im Herbst 1998 aufrecht erhalten wer- den kann. Nach wie vor ist das Interesse der Fach- kreise wie der Medien gross an der weiteren Ent- wicklung und Zukunft des Liechtensteinischen Lan- desmuseums. MUSEUMSVERWALTUNG UND PERSONAL Die laufende administrative Museums- und Samm- lungsverwaltung wurde im bisherigen Rahmen durchgeführt, wenn auch mit reduzierter personel- ler Besetzung. Frau Rita Vogt war seit 1. September 1988 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und ist auf den 31. Januar 1996 auf eigenen Wunsch aus dem Museumsdienst ausgeschieden, um sich einer anderen Tätigkeit zuzuwenden. Die Stelle blieb bis auf weiteres vakant. Seit 19. August 1996 ist Frau Gertrud Frick, Schaan, beim Landesmuseum in Teilzeitarbeit tätig. Frau Frick war bereits von 1972 bis 1992 im Kassa- und Aufsichtsdienst des Landesmuseums beschäftigt. 335
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.