HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1996 Im Dezember 1996 führte die Archäologie im Chor- raum und am Altarstipes kleinflächige Sondierun- gen durch. Es konnte nicht eindeutig belegt wer- den, dass das Chor bereits im 16. Jahrhundert erbaut und anlässlich des Neubaus von 1716 bezie- hungsweise 1743 übernommen worden ist. In Zusammenarbeit mit dem Grafiker Hanspeter Gassner und mit Architekt Hansjörg Hartmann ist eine schlichte Hinweistafel über die archäologi- schen Befunde in der St. Florinsgasse in Vaduz ent- worfen und zur Ausführung gebracht worden. Sie konnte beim westlichen Treppenaufgang zum Platz vor dem «Schädler-Haus» montiert werden. Vertreter der Archäologie haben im Berichtsjahr an den Beratungen einer von der Fürstlichen Re- gierung bestellten Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Europäischen Tages des Denkmals teilgenom- men. Sie haben die Endredaktion der Pressetexte durchgeführt und in Zusammenarbeit mit dem Grafiker Hanspeter Gassner an der Gestaltung der Informationstafeln mitgearbeitet. Hansjörg From- melt führte die Besucher am Europäischen Tag des Denkmals, der in Liechtenstein am 22. September 1996 durchgeführt wurde, durch die archäologi- schen Befunde in der St. Florinsgasse. Anhand von Lichtbildern berichtete er über den Werdegang der Ausgrabungen 1992 bis 1995. 
Abb. 5: «Rietle» Schellen- berg: Im Rahmen eines Forschungsprojektes sind im Oktober 1996 für geplante Pollenanalysen aus dem Torfboden Bohr- kerne entnommen worden ARCHÄOLOGISCHES BÜRO Wie in den vorangegangenen Jahren wurden die Fund- und Dokumentationskataloge (Fundstellen- dossiers, Fotodokumentation und Fundzeichnun- gen) aktualisiert und vor allem mit den Daten der neuesten Sondierungen und Grabungen - wie Va- duz-Florinsgasse, Vaduz-Schlosskapelle, Triesen- Lindengasse, Schaanwald-Mühlegasse, Schaan- Duxkapelle und Balzers-Areal Amtshaus - ergänzt. Auch im Restaurierungsatelier wurden vor allem Funde dieser Feldforschungsprojekte bearbeitet. Das botanische Fundmaterial der Grabung Va- duz-Schlosskapelle wurde durch Marlu Kühn vom Archäobotanischen Institut der Universität Basel analysiert und ausgewertet. Die Bearbeitung des 317
        

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