Abb. 4: Schaan, Kapelle St. Maria zum Trost auf «Dux»: Baugeschichtliche Untersuchung im Chor der Kapelle und am Altarstipes. Aufnahme vom Dezember 1996 
sehen Gräberfeldes ergeben haben. Entgegen der ursprünglichen Terminplanung fanden auf Grund von Verzögerungen im Projektierungsablauf auf der Parzelle 166 im Berichtsjahr seitens der Bau- herrschaft keine Aushubarbeiten statt. Mit weite- ren archäologischen Abklärungen muss dort vor- aussichtlich im Laufe des Jahres 1997 gerechnet werden. Das von der Archäologie in Zusammenarbeit mit der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft und mit dem Amt für Wald, Natur und Landschaft erarbei- tete Forschungsprojekt im «Rietle» in Schellenberg wurde von der Fürstlichen Regierung 1995 gut ge- heissen. Die Entnahme der Bohrkerne, welche den weiteren Pollenenanalysen dienen, konnte im Be- richtsjahr vorgenommen werden. Sie wurde von der Archäologie betreut. Dabei ist es den Bohrspe- zialisten nach etwelchen Fehlversuchen gelungen, bis in eine Tiefe von zirka 10 Metern vorzudringen. Erste Ergebnisse der 14 C-Datierung lassen den Schluss zu, dass der Torfboden des «Rietles» in ei- ner Zeitspanne von mindestens 6 000 Jahren zu seiner heutigen Stärke angewachsen sein muss. Die ausführlichen Resultate der Untersuchungen sollen von der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft publiziert werden. Die beratende Tätigkeit für die Denkmalschutz- Kommission der Fürstlichen Regierung gestaltete sich im Berichtsjahr wiederum arbeitsintensiv. Ver- schiedene Gutachten und Besprechungsnotizen wurden von Hansjörg Frommelt verfasst. Erwähnt seien Protokolle zu Fragen der Verputzsanierung bei der stillgelegten Weberei Jenny, Spoerry & Cie. in Triesen und bei der Kapelle Maria zum Trost in Schaan, sowie zu Fragen der Gemälderestaurie- rung in der Kapelle St. Georg in Schellenberg. Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten in der Ka- pelle St. Peter in Schaan beauftragte die Gemeinde Schaan im Frühjahr 1996 eine Expertengruppe mit der Ausarbeitung eines Renovationskonzeptes für die Kapelle Maria zum Trost auf Dux. Nach mehre- ren Begehungen und Besprechungen konnte mit dem fachgerechten Abbau der barocken Altaraus- stattung im September 1996 die zeitintensive Re- novation der Kapelle in Angriff genommen werden. 316
        

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