der Dr. Georg Malin und Robert Allgäuer, die von der Jahresversammlung zu Ehrenmitgliedern des Historischen Vereins ernannt wurden. Dr. Georg Malin, so der neue Vereinsvorsitzende in seiner Laudatio, wurde bereits 1955 in den Vorstand ge- wählt. 1956 trat er mit einer wichtigen Arbeit zum Thema Souveränität hervor. Damals habe er festge- halten: «Das Volk ist nur in der Tat». Rupert Qua- derer führte aus, dass Georg Malins Anliegen als Vorstandsmitglied vor allem im Zusammenhang mit Fragen, welche die Eigenständigkeit Liechten- steins oder die Suche nach liechtensteinischer Identität betrafen, zu verspüren waren. Durch sei- nen Einsatz als Kunstschaffender und Politiker konnte er dem Historischen Verein und der Kultur- politik wichtige Impulse geben. Robert Allgäuer war seit 1964 Vorstandsmitglied. Zu seinen vielsei- tigen Tätigkeiten gehörte während Jahren das un- ermüdliche Engagement als Verlagsbeauftragter und Jahrbuchredaktor. Rupert Quaderer erwähnte, dass Robert Allgäuer ein «anstössiger» Vorstands- kollege gewesen sei: Ständig habe er neue Vorstös- se unterbreitet. Auf derartige Anstössigkeit könne der Historische Verein auch in Zukunft nicht ver- zichten. Im Anschluss an seine Ausführungen überreichte Rupert Quaderer den beiden neuen Eh- renmitgliedern die von Louis Jäger entworfenen und gestalteten Ehrenurkunden. Nach der eigentlichen Jahresversammlung, der rund 60 Personen beiwohnten, hielt lic. phil. Eva Pepic einen Lichtbild-Vortrag zum Stand der ar- chäologischen Forschung in Liechtenstein. Zu die- sem Vortrag, der öffentlich war, kamen nochmals ein paar weitere Zuhörerinnen und Zuhörer ins nun voll besetzte Hotel Saroja nach Planken. Frau Eva Pepic stellte in ihrem Vortrag die wichtigsten Ausgrabungsorte in Liechtenstein vor. Darunter be- finden sich so wichtige Fundorte wie die prähistori- schen Siedlungsplätze am Eschnerberg und auf dem Burghügel in Balzers. Eva Pepic berücksich- tigte in ihren Ausführungen jedoch alle Zeitepo- chen von der Urgeschichte bis hin ins 19. Jahrhun- dert. In ihrem Dia-Vortrag zeigte sie anschaulich, in welchem Ausmass die Archäologie auch heute noch unbekannte Schätze zutage fördern und Licht 
ins Dunkel der Geschichte bringen kann. Gerade die 1995 erfolgten Ausgrabungen beim «Amts- haus» in Balzers hatten neue Erkenntnisse in Be- zug auf die römische Besiedlung unseres Landes gebracht. (Weitere Informationen zu diesen Aus- grabungen in Balzers sind in den Jahresberichten der Archäologie 1995 und 1996 zu finden.) VORSTAND Der alte Vorstand versammelte sich in der ersten Jahreshälfte 1996 zu vier Sitzungen. Bei diesen Zu- sammenkünften standen besonders die anstehende Neukonstituierung des Vereinsvorstandes sowie die Vorbereitung der Jahresversammlung im Vor- dergrund. Der im Mai 1996 neu gewählte Vereins- vorstand traf sich bis zum Jahresende zu weiteren vier Sitzungen. Dabei machte der neue Vereinsvor- stand auch Antritts- und Informationsbesuche bei den vom Historischen Verein getragenen Arbeits- stellen und wissenschaftlichen Projekten «Archäo- logie», «Liechtensteiner Namenbuch» und «Histo- risches Lexikon für das Fürstentum Liechtenstein». Der neu gewählte Vereinsvorstand beschloss 1996, künftig mit einem Mitteilungsblatt regelmäs- sig an alle Mitglieder zu gelangen. Das Blatt soll ko- stengünstig produziert werden und doch informa- tiv sein. Die ersten beiden Nummern erschienen im September beziehungsweise im Dezember 1996. In der ersten Ausgabe wurde der neue Vorstand den Vereinsmitgliedern vorgestellt, Nummer 2 des Mit- teilungsblattes enthielt u. a. einen Fragebogen, in welchem die Mitglieder zum Inhalt des Histori- schen Jahrbuches Stellung nehmen und ihre dies- bezüglichen Wünsche und Anliegen äussern konn- ten. Das Mitteilungsblatt, für dessen Inhalt der Vereinsvorstand verantwortlich zeichnet und das vom Geschäftsführer des Historischen Vereins re- daktionell betreut wird, soll künftig drei- bis vier- mal jährlich erscheinen und allen Vereinsmitglie- dern automatisch zugestellt werden. 302
        

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