Abb. 8: Balzers. Turmhaus St. Peter in «Mals». Blick auf die Ostfassade des 1996 unter Schutz gestell- ten Denkmals 
BALZERS, «MÄLS», TURMHAUS ST. PETER25 Um 1300 Errichtung des Turmhauses. 1717 Veränderung der Inneneinteilung. Ein- bau einer Täferdecke im Wohnraum des ersten Obergeschosses.26 1970/71 Baugeschichtliche Untersuchung mit anschliessender Instandsetzung. 1996 Unterschutzstellung des Hauses zu- sammen mit der nördlich angrenzen- den Stallscheune.27 Das Turmhaus in Mäls ist wahrscheinlich gleichzei- tig mit der Kapelle St. Peter errichtet worden. Es bildete mit dieser das Zentrum eines bedeutenden Grundbesitzes. Im Jahre 1970 erkannte man die herausragende Bedeutung des Ensembles. Im Bemühen um den Erhalt des geschlossenen Orts- bilds wurden deshalb auch die zugehörigen Stall- scheunen nördlich des Turmhauses instandgestellt. Das Turmhaus gehört zu den selteneren Bautypen im Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein. Baugeschichtliche Untersuchungen haben ergeben, dass weitere Wohntürme im «Landweibelhaus» in Schaan und im Haus «Im Gässle 2» im Areal «Höfle» in Balzers als Kernbauten der heute noch bestehenden Anwesen erhalten sind.28 In seinem Äusseren unverändert erhalten und als vierge- schossige Turmanlage erkennbar ist das «Pfrund- haus» in Eschen. Im Jahre 1872 wurde in Vaduz der nördlich der Florinskapelle stehende «Tschag- gaturm» abgebrochen. Er musste dem Praxishaus der Ärzte Dr. Albert und Dr. Rudolf Schädler wei- chen. Das Aussehen des wahrscheinlich mittelal- terlichen Wohnturms ist auf Abbildungen überlie- fert.29 276
        

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