Karte 1: Siedlungsbild 1892, Massstab zirka 1:25 000, inkl. Höhen- kurven Abb. 8: Triesenberger «Beigla», Kerbhölzer. Auf der Vorderseite ist das Hauszeichen des jeweili- gen Besitzers eingekerbt, die Zeichen auf der Rück- seite geben Auskunft über die Anteilsrechte am landwirtschaftlichen Boden. 
Karte 2-. Siedlungsbild 1943, Massstab zirka 1:25 000, inkl. Höhen- kurven 
WALSERISCHE LEBENSWEISE UND SIEDLUNGSSTRUKTUR Es wurde bereits dargelegt, dass die vormaligen Abkömmlinge der Alemannen mit ihrem Einzug ins Wallis und dem späteren Weiterzug in die schwach besiedelten Hochtäler der Alpen zu typischen Berg- bauern wurden. Die Landwirtschaft stellt eindeutig immer schon den Haupterwerbszweig der späteren Walser dar. Das Schwergewicht liegt dabei auf der Viehwirt- schaft, die Milchverarbeitung und Sennerei bilde- ten dabei einen wichtigen Teil. Während beim sogenannten Heimgut, das heisst beim eigentlichen Wohngebäude und dem Heim- stall, trotz der oft steilen Lage, Äcker unterhalten wurden und mit viel Phantasie und Erfahrung das Erodieren und Abrutschen der bearbeiteten Erde verhindert wurde, zog der Walser Bauer mit sei- nem Vieh wie ein Nomade zwischen Heimstall, Stallgütern, Maiensässen und Alpen auf und ab. Dazu kamen noch die Heuernten in den verschie- denen Höhenlagen sowie die Obst- und Getreide- ernten auf den Äckern. Wenn wir bedenken, dass in den meisten Walsersiedlungen fahrbare Wege erst sehr spät erstellt wurden - in Triesenberg um 1867 - können wir uns vorstellen, wie hart der Transport von Gütern wie Lebensmittel oder Heu 222
        

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