sich auß dem staub gemacht hatte, sollte man ihn vors Gericht zitieren und im Falle seines Fernbleibens seinen Besitz konfiszieren. 1681 wurde von Sebastian Conrad und Hans Straub ge- gen ihn ein Injurienverfahren angestrengt,650 das an an- derer Stelle dargelegt ist.651 CHRISTOPH WILLI, KÜFER652 AUS VADUZ (SRg, fol. 276a; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20) Von Christoph Willi gab der Sattler Peter Walser zu Proto- koll, er habe zu ihm 
gesagt, er wolle ihne auf ein gewisse zeit bezallen, wenn man ihn so lange leben lasse. Diese Aussage wurde vom Vaduzer Gericht nicht wei- ter verfolgt. UDO KRANZ AUS VADUZ (SRg, fol. 281b+282a; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20; LLA AS 1/2, fol. 25a.) Der im folgenden Jahr verbrannte Burgvogt Hans Rusch hatte am 29. April 1678 im Zuge einer Gerichtsklage vor- gebracht, dass Udo Kranz zu Vaduz zum Korporal Hein- rich Hoffmann gesagt 
habe, so baldt ain gn. herrschafft außer landt sein, man den hexen prozeß wider anfangen und under den ersten der burgvogt verbrendt werden. Später wurde Kranz 
selbst von denen veneficis einmal als Feldwaibel und sechsmal als ein Spielmann denun- ziert. Christoph Willi und Leonhard Koch erklärten bei der Inquisition, Kranz habe bei einem Umtrunk gegen das Gericht geschmähet und troworth ausgegossen, weil man seinen Namen ins Protokoll gesetzt hatte. Das Gericht ging diesem Fall nicht weiter nach. BARBARA RIGIN AUS TRIESEN, TOCHTER JAKOB RIGS (SRg, fol. 268a+b u. 278a-279a; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20; Welz 5, S. 9) Barbaras Vater, Jakob Rig, war verbrannt worden. Sie selbst wurde einmal denunziert und floh acht Tage vor der Inquisition. Über sie wurde am 20. März 1680 inquiriert. Der einzige Zeuge war dabei Jakob Bargezi. Er erklärte, dass die Rigin vor zwei Jahren zu seiner Ehefrau gekommen sei, als diese am Schmalzen war. Nachdem man ihr wie gewünscht Schmalz geliehen hatte, sei am nächsten Mor- gen Bargezis Kuh erkrankt. Durch den Einsatz geistlicher Mittel besserte sich ihr Zustand wieder. 
Laut Rechtsgutachten vom November 1680 konnte die Rigin auf Grund dieses Vorfalls nicht rechtmässig verhaf- tet werden. FRIDLI FEHRLIN AUS TRIESEN653 (SRg, fol. 281a+b; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20) Bei der Inquisition erklärte Georg Fehrlin, er sei mit Frid- li in Streit geraten, weil dieser seine Kitze nicht von sei- nem Acker oder Kornfeld weggetrieben habe, obwohl ihn Georg des öfteren ermahnt und ihm damit gedroht hatte, er wolle sonsten die küz in den nechst entlegnen güessen [Graben] werffen. Als Rache habe Fridli 
Ungeziefer per maleficium auf das Kornfeld gebracht. Dieser Fall wurde vom Vaduzer Gericht nicht an Dr. Welz weitergeleitet. HANS NIGG AUS TRIESEN, BRUDER GEORG NIGGS (SRg, fol. 279b-281a; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20) Am 20. März 1680 gab Christian Beck bei einer Inquisiti- on zu Protokoll, dass seine Frau mit Nigg und dessen Kin- dern wegen aufgeleßenen obsl geplaget hatte. Sie stritten auch um zwei Nussbäume, von denen zwei Drittel der Früchte Beck und ein Drittel Nigg zustanden. Dieser hätte die Bäume gerne von seinem Grund entfernt. Beck aber wollte sich 
dazu nie verstehen. Nigg sei darauf auf den grösseren Nussbaum gestiegen, 
habe mit der schittrue- then die nussen herunder geschlagen und den Baum mit einem 
Zauber verdorben. Auch dieser Streit wurde vom Vaduzer Gericht nicht wei- ter verfolgt. MICHAEL GASSNER VOM TRIESENBERG, SOHN DES GLEICHNAMIGEN VATERS, BRUDER FLORIAN GASSNERS (SRg, fol. 273b+274a; StAAug 2969, fol. 47b; StAAug 2971, fol. 22a u. 41a; VLA, HoA 76,17 Liste von 1682, S. 20) Bei der Inquisition über Michael Gassner sagte Georg Negele aus, sie hätten einmal miteinander Kühe gemol- ken. Da sei 
Gassner under den khüen aufgestanden, welche darauf ruckhig worden und. über die knecht, so noch gemolckhen, ausgesprungen wären. Nachdem Ne- gele daraufhin zu Gassner gesagt 
hatte, wan er ihne nicht 162
        

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