«DER TEUFEL UND DIE HEXEN MÜSSEN AUS DEM LAND ...» / MANFRED TSCHAIKNER Zahlungen gewährt und auch Bürgschaften für hohe Summen übernommen hatten, nahmen die Kosten für Einquartierungen im Zuge der Kriege Ludwigs XIV. stark zu. Unter dem jungen Grafen Ferdinand Karl (1662-1686), in dessen Regie- rungszeit die Hexenprozesse ihren Höhe- und Wen- depunkt erfuhren, erlebte auch die Verschwendung ihren Gipfel. Der Graf neigte darüber hinaus zu Ge- walttätigkeiten und Willkür. Schon gleich nach sei- nem Regierungsantritt 1675 wollte er sich über die alten Abmachungen und Verträge hinwegsetzen.40 In den Jahren 1675 bis 1678 bezahlten die Unter- tanen wieder hohe Summen für die Einquartierung von Soldaten.41 Anfang 1679 übernahmen die Landschaften die Bürgschaft über 12 700 Gulden, die zur Deckung von Kriegskosten bei Graubünd- ner Geldleihern aufgenommen worden waren, was eine verhängnisvolle Entwicklung mit schweren Konflikten weiter verschärfte.42 Die wirtschaftlichen Belastungen wurden wei- terhin durch die verschiedenen Nöte und Ängste potenziert. «1680 gab es sehr starke Donner- und Hagelwetter. Im August regnete es 30 Stunden lang; die Wasser schwollen mächtig an und der Rhein trat über seine Ufer. Darnach, im November, kam ein Komet mit einem 
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.