Die Opfer der Prozesse stilisierte er im Gegen- satz zur widerwärtigen Obrigkeit teilweise zu Vor- bildern und sogar zu Helden. So war das Schicksal der Moratin für ihn «das Ringen einer tapferen Mutter um ihr Leben», Maria Eberle «gehört zum Kreis der Menschen, die gegen das Unrecht auftre- ten und sich ihr Recht verschaffen».527 Katharina Bregenzerin, «die einfache Frau vom Eschner- berg», hatte nach Seger «das größte Heldentum bewiesen».528 Ein Beispiel dafür, mit welchen Fehlurteilen die- se Dichotomie zwischen böser Obrigkeit und guten Untertanen verbunden war, bietet Kaspar Lam- parts Frau aus Schaan, über die Seger schrieb: «Die ganze Gequältheit der Untertanen und das Ge- fühl der Rechtlosigkeit spricht aus den Worten eines einfachen Weibes, das zum Manne sagt, als die Leiche eines Kindes an ihrem Hause vorbei zum Gottesacker getragen wird: 
    

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