DER WEG DER LIECHTENSTEIN-GALERIE VON WIEN NACH VADUZ / GUSTAV WILHELM Vorwort ANTON WILHELM Der Verfasser des folgenden Berichtes, mein Vater Dr. Gustav Wilhelm, wurde am 17. Mai 1908 in Wien geboren. Als Student war er an der Univer- sität seiner Heimatstadt Wien seit 1926 inskribiert, und zwar sowohl an der rechtswissenschaftlichen Fakultät wie auch am kunstgeschichtlichen Institut. Gustav Wilhelm beendete seine Studien 1933 mit der Promotion zum Doktor der Rechte. Sein Vater, Hofrat Dr. Franz Wilhelm, war Histo- riker, Ministerialrat des Innenministeriums so- wie Generalstaatsarchivar von Wien. Er betreute damals sowohl die fürstlich-liechtensteinischen Sammlungen als auch das Liechtensteinische Hausarchiv. Auf Empfehlung seines Vaters trat Gu- stav Wilhelm 1934 in die fürstlich-liechtensteini- sche Verwaltung ein, wobei er der Abteilung für Kunstsammlungen, Archiv- und Bibliothekswesen zugeteilt wurde. Seit 1940 war Gustav Wilhelm Di- rektor der fürstlichen Kunstsammlungen. Im Jahre 1945 übernahm er zusätzlich die Kabinettskanzlei des Fürsten Franz Josef II. von Liechtenstein. Im Alter von 65 Jahren beendete Gustav Wil- helm 1973 seine Tätigkeit als Kabinettsdirektor; sein Nachfolger in diesem Amt wurde (bis 1984) Robert Allgäuer. Zwei Jahre später, 1975, übergab Gustav Wilhelm auch seine Agenden als Galerie- Direktor an seinen Nachfolger Dr. Reinhold Baum- stark. Neben seiner beruflichen Tätigkeit fand Gustav Wilhelm auch Zeit für wissenschaftliche Forschun- gen und Publikationen im Bereich der Kunstge- schichte und der Geschichte des Hauses Liechten- stein. Sein sehnlichster Wunsch war es, sich ganz der kunstgeschichtlichen Forschung widmen zu können. Seine mit vielen verschiedenen Aufgaben verbundene berufliche Tätigkeit gab ihm indessen nur zeitweise dazu eine Möglichkeit. Nach der ge- glückten Durchführung der Bergung der fürstlichen Sammlungen während des Zweiten Weltkrieges war es ihm ein besonderes Anliegen, mit Ausstel- lungen in Luzern, Bregenz, Feldkirch und Vaduz die Kunstwerke des Fürstenhauses der Öffentlich- keit zu präsentieren. Gustav Wilhelm verstarb am 8. Oktober 1995. 
Der nachfolgende Bergungsbericht ist ein Aus- zug aus einem handgeschriebenen Tagebuch. Das Original ist derzeit nicht auffindbar. Die hier abge- druckte Fassung fertigte mein Vater wenige Jahre vor seinem Tod auf der Basis des inzwischen verlo- ren gegangenen Manuskriptes an. Neu aufgefunde- ne Manuskriptfragmente wurden von mir in den Bericht wortgetreu integriert. Der Text wurde nöti- genfalls durch erklärende Fussnoten ergänzt, an- sonsten aber in der Originalfassung belassen. Für die gute Zusammenarbeit bei der Aufbearbeitung des Manuskriptes bedanke ich mich bei Klaus Bie- dermann, Redaktor des Historischen Jahrbuchs. 3
        

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