LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1995 Schweiz sowie an der Generalversammlung des VMS in Genf vom 31. August bis 2. September 1995. Am 22. Juni stand der Besuch der MUTEC, der ersten Internationalen Fachmesse für Muse- umswesen und Ausstellungstechnik in München, auf dem Programm, wo der Museumsleiter an den informativen Vorträgen von Dr. Dieter Bogner, Lei- ter des Instituts für Kulturwissenschaft (Wien/ Krems) zum Thema «Museum in Bewegung» und «The Museum Planning Process» von Barry Lord, Cultural Resources Planning and Management (Toronto CDN), teilnahm. Vom 9. bis 11. Mai fand in Liechtenstein das In- ternationale Symposium für Kulturgüterschutz statt, an dessen Vorbereitung die Museumsleitung betei- ligt war. Unter der organisatorischen Führung des Mu- seumsleiters fand am 15. und 16. Mai 1995 die ge- meinsame Sitzung der Vorstände von ICOM-Schweiz und des VMS in Liechtenstein statt. Neben der Be- handlung der reichbefrachteten Sitzungstraktanden fanden auch verschiedene Besichtigungen statt, u.a. eine Führung durch die Depotanlage der Fürstlichen Sammlungen durch Direktor Dr. Uwe Wieczorek und die Ausstellungen im Engländerbau durch Dr. Georg Malin. Zur derzeitigen Situation des Liechtensteini- schen Landesmuseums verabschiedeten die beiden Vorstände eine dezidierte Resolution zu Händen der Fürstlichen Regierung. Auch im Berichtsjahr 1995 stellte das Liechten- steinische Landesmuseum für verschiedene Publi- kationen Informationen und Bildmaterial zur Ver- fügung. Der Museumsleiter wurde mehrfach in konkre- ten Fragen verschiedener Museen (u.a. das Walser Heimatmuseum Triesenberg, das Ortsmuseum Schaan, das Museum im Schlangenhaus in Wer- denberg) zu Konsultationen und Stellungnahmen beigezogen. Die Zusammenarbeit wird in konstruk- tiver und zielstrebiger Weise weitergeführt werden. In zahlreichen Fachorganisationen, Vereinen und Kommissionen wurde die Mitarbeit des Museums- leiters fortgesetzt (u.a. in der Denkmalschutzkom- mission, im Vorstand des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, in der Ankaufskom-mission 
der Liechtensteinischen Staatlichen Kunst- sammlung, in der Zotow-Stiftung etc.). WOHNMUSEUM HAUS NR. 12 (EHEMALS HAUS BIEDERMANN) IN SCHELLENRERG Das ehemalige Haus Biedermann in Schellenberg, das nach der Translozierung in den Jahren 1992/93 als bäuerliches Wohnmuseum eingerich- tet wurde und seitdem als Aussensteile des Liech- tensteinischen Landesmuseums geführt wird, er- freut sich nach wie vor einer grossen Beliebtheit und Wertschätzung seitens der Besucher. Das Wohnmuseum war 1995 von April bis Oktober je- weils am ersten und letzten Sonntag des Monats der Öffentlichkeit zugänglich. Schon zum dritten Mal war es auch in diesem Jahr am «Tag des offe- nen Denkmals» (17. September) ein attraktiver und vielbesuchter Programmpunkt. Insgesamt wurden rund 1500 Besucher verzeichnet. Neben zahlrei- chen Gruppen, die durch das Haus geführt wurden, stattete auch die Fürstliche Regierung am 21. Sep- tember im Rahmen des Besichtigungsprogramms des Österreichischen Justizministers Dr. Nikolaus Michalek dem Wohnmuseum einen Besuch ab. An freiwilligen Spenden, die im Sinne und Inter- esse des Hauses eingesetzt werden, gingen 230.85 Franken ein. Den Aufsichtsdienst besorgten in vor- bildlicher Weise Frau Rosemarie Biedermann, Mauren, und Frau Rösle Jehle, Schaan. Im Flerbst 1995 erschien im Auftrag des Liech- tensteinischen Schulamtes ein Lehrmittel zum Hei- matkundeunterricht: «Die Gemeinde - Zuhause sein. Bausteine für den Heimatkundeunterricht in der Primarschule»; Autor ist Adolf Ritter, Mauren. Darin nimmt das Wohnmuseum in Schellenberg eine Schlüsselstellung ein. Im Laufe des Sommers musste an verschiedenen Stellen im Keller- und Parterrebereich des Holz- hauses der Befall durch den Hausschwamm festge- stellt werden, was dringende und sofortige Sanie- rungsarbeiten bedingte. Zusammen mit der Sach- bearbeitung Denkmalschutz (Architekt Michael Pattyn) und dem Beizug von Experten wurde ein 327
        

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