Resolution des Vorstandes des Schweizerischen Nationalkomitees des Internationalen Museumsrates (ICOM-Schweiz) und des Vorstandes des Verbandes der Museen der Schweiz (VMS/AMS) betr. Liechtensteini- sches Landesmuseum. In der Sitzung vom 15. und 16. Mai 1995 in Triesen . befassten sich die beiden Vorstände von ICOM- Schweiz und des Verban- des der Museen der Schweiz (VMS) mit der Situation des Liechtenstei- nischen Landesmuseums. Zuhanden der Fürstlichen Regierung wurde eine ge- meinsame Stellungnahme verabschiedet. Quelle: VMS Mitteilungs- blatt, INFO 54, Juni 1.995, S. 47-48 
Sehr geehrter Herr Regierungschef Dr. Mario Frick Sehr geehrte Damen und Herren Regierungsräte Mit grosser Besorgnis haben die Vorstände von ICOM-Schweiz und VMS im Juni 1992 die Schliessung des Liechtensteinischen Landesmuseums zur Kenntnis nehmen müssen. Dies umso mehr, als sich VMS und ICOM bei ihrem Besuch anlässlich der ordentlichen Generalversammlung in Liechtenstein im Jahre 1988 von der Qualität der Sammlung überzeu- gen konnten. Am 15. und 16. Mai hielten VMS und ICOM-Schweiz eine Vorstandssit- zung in Vaduz ab. Sie haben bei dieser Gelegenheit den bedenklichen Zustand der schwer beschädigten Museumsbauten drei Jahre nach der Schliessung zu Gesicht bekommen. Mit Freude und Erleichterung haben die Vorstände vom Entscheid der Fürstlichen Regierung vom Februar dieses Jahres erfahren, die Museumsbauten umgehend zu sanieren und zu erweitern und damit den Museumsbetrieb des Liechtensteinischen Landesmuseums wieder zu ermöglichen. Ein intaktes Landesmuseum, in dem wertvolles nationales Kulturgut, Zeugen seiner spezifischen und einzigartigen Geschichte, erhalten und in würdigem Rahmen präsentiert werden können, ist ein wesentlicher Identitätsfaktor des Fürstentums Liechtenstein. Das Landesmuseum braucht seinen markanten Standort im Zentrum von Vaduz. Die reprä- sentativen Altbauten sind weiterhin prädestiniert für die Aufnahme der wertvollen Sammlung und die Präsentation des historischen, kulturel- len Erbes von Liechtenstein. Die Vorstände von VMS und ICOM-Schweiz möchten die Fürstliche Regierung und alle involvierten Kreise in der Umsetzung dieses richti- gen Entscheides unterstützen und sie ermuntern, den eingeschlagenen Weg konsequent und umgehend weiterzuverfolgen. Fachleute aus dem Kreis des VMS und von ICOM-Schweiz, denen auch Museumsmitarbeiter aus Liechtenstein angehören, sind gerne bereit, in schwierigen Fragen des Wiederaufbaus und der Wiederbelebung des Liechtensteinischen Landesmuseums mitzuarbeiten. Die Vorstände von VMS und ICOM-Schweiz wünschen der Fürstlichen Regierung bei der Lösung dieser für das kulturelle Ansehen Liechten- steins essentiellen Aufgabe Mut und Zuversicht und konsequentes und zielstrebiges Handeln. Dr. Josef Brülisauer Dr. Martin R. Schärer Präsident des Verbandes Präsident von ICOM-Schweiz der Museen der Schweiz 326
        

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