LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1995 Jahresbericht 1995 STIFTUNGSRAT Der Stiftungsrat des Liechtensteinischen Landesmu- seums hat im Berichtsjahr 1995 in drei Sitzungen die laufenden Geschäfte gemäss Statuten behandelt. Am 14. Februar 1995 fällte die Fürstliche Regierung den Entscheid zur Sanierung der beiden Museumsbau- ten (Landesmuseumsgebäude und Verweserhaus) und einer grosszügigen Erweiterung des gesamten Museumskomplexes. Am 15. Februar 1995 wurde der Stiftungsrat im Rahmen einer ordentlichen Sitzung über den Ent- scheid der Regierung informiert. Frau Veronika Marxer äusserte bereits in dieser Sitzung massive Kritik an einer wie ihr schien mangelhaften Infor- mationspolitik seitens der Behörden und betonte ihre Zweifel an der Richtigkeit des Entscheides vom 14. Februar. Dies fand einen Niederschlag in einem Schreiben an die Regierung vom 15. März 1995, in dem Frau Marxer die aus ihrer Sicht bestehenden Schwachstellen dezidiert aufführte. In einer weite- ren Sitzung vom 21. Februar wurde die Museums- situation im Stiftungsrat in Anwesenheit von Archi- tekt Walter Walch, Vorstand des Hochbauamtes, er- neut eingehend diskutiert. In mehreren informellen Sitzungen beim Ressort Bauwesen sowie beim Hochbauamt wurden die Mitglieder des Stiftungs- rates und weitere involvierte Kreise über den Ent- scheid der Regierung und das Ausschreibungspro- zedere des Architekturwettbewerbes unterrichtet und die Möglichkeit zu konstruktiver Diskussion geboten. Am 5. Mai 1995 erfolgte auf Initiative des Stiftungsrates eine weitere Sitzung beim Hochbau- amt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesmuseums, des Forstamtes und der Archäo- logie. Diskussionsgrundlage war die Stellung- nahme vom 4. Mai 1995, unterzeichnet von Frau Eva Pepic und Herrn Hansjörg Frommelt (Archäo- logie), Frau Rita Vogt (Landesmuseum) und Herrn Michael Fasel (Forstamt). Vorerst aber scheint die Situation - nicht zuletzt durch recht unterschiedlich geführte Diskussionen - festgefahren zu sein. Mit ein Grund dafür dürfte auch der noch nicht erfolgte Abschluss der Ver- handlungen betreffend der Grundstücksfrage zwi-schen 
der Regierung und der Fürst-Liechtenstein- Stiftung gewesen sein. Der Präsident des Stiftungsrates hat sich aktiv um eine museale Mitnutzung des ehem. Fabrik- areals der Firma Jenny, Spoerry & Cie. in Vaduz und die Errichtung eines «Tibet-Museums» auf Burg Gutenberg in Balzers bei den entscheidenden Stellen engagiert. Diesbezügliche Entscheide sind jedoch noch ausstehend. MUSEUMSKOMMISSION Die Museumskommission hat ebenfalls an drei Sitzungen ihre statutarischen Aufgaben wahrge- nommen und insbesondere über Angebote für die Sammlungserweiterung beschlossen. Daneben wur- de das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt des Landesmuseums erörtert und dieses grundsätzlich für gut und realisierbar befunden. Eine Sitzung der Museumskommission hat im Wohnmuseum in Schellenberg, der Aussenstelle des Liechtensteini- schen Landesmuseums, stattgefunden. Über die Sammlungserweiterung orientiert das Zuwachsver- zeichnis im Anhang. . MUSEUMSVERWALTUNG Die administrative Museumsarbeit konnte im bis- herigen Rahmen und Umfang weitergeführt wer- den. In mehreren Teamsitzungen wurde versucht, die verschiedenen anstehenden Arbeiten durch verbesserte Koordination zu optimieren. Rita Vogt, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Landesmu- seum, hat vor allem die Sammlungsinventarisie- rung und EDV-Katalogisierung in Zusammenarbeit mit Thomas Müssner und Paul Frick, der die pho- tographische Aufarbeitung realisierte, weiterge- führt. Neben der Betreuung der Bibliothek und Zeitschriftenabteilung des Museums und weiteren allgemeinen Museumsarbeiten leitete Frau Vogt weiterhin die Sekretariatsarbeit der Liechtensteini- schen Kunstgesellschaft sowie der Zotow-Stiftung. Der reichhaltige künstlerische Nachlass von Profes- 323
        

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