HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1995 bibliographischen Abklärungen. Die Redaktion lei- stete ausserdem auf entsprechende Anfragen hin (Private, Vereine, wissenschaftliche Institutionen) Hilfestellung und Beratung auf dem Feld der loka- len Geschichte und erweiterte die bisherigen Kon- takte zu historisch tätigen Institutionen im Aus- land. Die Presse wurde über den Fortgang der Arbeiten am Lexikon informiert. Bei drei Gelegen- heiten referierte der Redaktor über die Person von Peter Kaiser (1793-1864) bzw. das Projekt des Historischen Lexikons für das Fürstentum Liech- tenstein, davon einmal vor der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft. Der Redaktor publi- zierte verschiedene kleinere und grössere histori- sche Arbeiten, darunter einen Aufsatz über die ge- schichtliche Entwicklung des Liechtensteinischen Arbeitnehmerverbandes seit 1945, eine Arbeit über «Peter Kaiser als Burschenschafter» in der wissen- schaftlichen Zeitschrift «Alemannia studens», eine sechsteilige Artikelserie über die für die liechten- steinische Verfassung von 1921 grundlegenden «Schlossabmachungen» vom September 1920 im «Liechtensteiner Vaterland» sowie eine Quellenedi- tion aus dem Bündner Staatsarchiv für die «Balz- ner Neujahrsblätter 1996». Auf entsprechende An- frage hin machte er historische Führungen, etwa anlässlich des Besuches des Schweizer Bundes- rates Flavio Cotti, des österreichischen Justizmini- sters Dr. Michalek sowie für die Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein und die Balzner Jungbürger und Jungbürgerinnen. Im September wurde der Chefredaktor des HLFL in den Vorstand des Ver- eins für Geschichte des Bodensees und seiner Um- gebung gewählt. Er nahm auch, wenn zeitlich mög- lich, an den Sitzungen des Arbeitskreises für Regio- nale Geschichte teil und leitete für diesen eine Führung auf der Burg Gutenberg. Die redaktionellen Tätigkeiten befassten sich mit der weiteren Bearbeitung der Konzepte, der ab- schliessenden Bereinigung der provisorischen Stichwortlisten und der redaktionellen Richtlinien, der Kontaktpflege nach aussen sowie sachlichen und administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit der anlaufenden Artikelproduktion. Mit den Autoren und der Autorin der Gemeindeartikel fand 
eine gemeinsame Sitzung statt. Solche Sitzungen werden, weil die Gemeindeartikel die wichtigsten des Historischen Lexikons sind, im kommenden Jahr 1996 vermehrt einberufen. Die Artikelproduk- tion als solche musste verhalten und quasi ge- bremst angegangen werden, weil einerseits die notwendige EDV-Infrastruktur (redaktionelle Arti- kelbearbeitung, Datenbank) im Berichtsjahr 1995 noch nicht zur Verfügung stand und weil anderer- seits grosse Rücksicht auf die zeitlichen Möglich- keiten der Historiker und Historikerinnen Liech- tensteins und der Region genommen werden muss- te. Sie sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, beruflich in Vollzeitstellen beschäftigt, was eine als grosszügig zu bezeichnende Terminfestlegung für die Abgabe von Artikeln bedingt. In dieser Hinsicht macht sich (etwa im Unterschied zur Schweiz) z. B. das Fehlen von universitären Instituten mit in der freien Lehre und Forschung tätigen Historikern und Historikerinnen deutlich bemerkbar. Die noch fehlende EDV-Unterstützung wird laut beauftragter Softwarefirma Ende Februar 1996 einsetzbar sein. Das schon vorhandene redaktionelle Programm REDA musste nach dem Auftreten verschiedener, teilweise schwererwiegender und zeitraubender Probleme (Datenkonfusion) überprüft werden. Ein weiterer, doch arbeits- und zeitintensiver Arbeitsbereich der Redaktion betraf das von ihr ini- tiierte Projekt «Geschichte Liechtensteins - ein grenzübergreifendes Seminar». Die Arbeiten in diesem Bereich sind Gegenstand des an den Jah- resbericht anschliessenden Anhanges. Dieses Pro- jekt wird 1996 definitiv abgeschlossen. Die redaktionellen Kontakte zum Historischen Le- xikon der Schweiz (HLS) waren sporadisch, zumal der Chefredaktor des HLS, Dr. Marco Jorio, auch Mit- glied des Wissenschaftlichen Beirates ist. Mit Herrn Jorio wurde im Februar die TEM-Stichwortliste ge- sondert und im einzelnen in einer längeren Bespre- chung diskutiert. Die Resultate der Besprechung flössen in die bereinigte Stichwortliste ein. Herrn Dr. Jorio möchte ich bei dieser Gelegenheit für die gross- zügige Unterstützung und Mitarbeit herzlich dan- ken. Die Redaktion des LIistorischen Lexikons dankt ebenso allen an der Schaffung des Lexikons betei- 311
        

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