Werdenberger Jahrbuch 1997 WERDENBERGER JAHR- BUCH 1997, BEITRÄGE ZU GESCHICHTE UND KULTUR DER GEMEIN- DEN WARTAU, SEVELEN, BUCHS, GRABS, GAMS UND SENNWALD. 10. Jahrgang, hrsg. von der Historisch-Heimat- kundlichen Vereinigung des Bezirks Werdenberg. Buchs, BuchsDruck und Verlag, 1996, 334 Seiten, vergriffen* ISBN 3-905222-79-5 
WERDENBERGER JAHRBUCH * Weil das Buch offiziell nicht mehr erhältlich ist, wurde diese Rezension - mit Absicht - etwas aus- führlicher gestaltet. 
Für den vorliegenden zehnten Band in der Gesamt- reihe hat die Historisch-Heimatkundliche Vereini- gung des Bezirks Werdenberg mit dem Schwer- punkt «Strassen und Wege» ein Thema gewählt, das zweifellos auf ein grosses Interesse stösst und bisweilen starke Emotionen weckt. Wie das übrige Alpenrheintal, so ist auch der Bezirk Werdenberg von einem dichten Netz an Strassen und Wegen durchzogen, vom Fusspfad bis zur grossen Linie der Autobahn. Die Entstehungsgeschichte sowie die unterschiedliche regionale und überregionale Bedeutung dieser Wegverbindungen werden im vorliegenden Buch dargestellt. Das 334 Seiten starke Buch umfasst 33 Beiträge von 29 Autorin- nen und Autoren. Allein 24 Beiträge sind dem Hauptthema «Strassen und Wege» gewidmet. «[Strassen und Wege] ermöglichen den Aus- tausch zwischen Nachbarn, Gemeinden, Gegenden, Ländern. Auf ihnen kommen andere Menschen und neue Waren zu uns. Sie öffnen den eigenen Raum und lassen Fremdes ein. Die dadurch mög- lich gewordene Mobilität hatte u. a. zur Folge, dass immer mehr fremde Menschen ins Rheintal kamen und sich hier dauerhaft niederliessen». Hans Schlegel als Autor des ersten Beitrags «Plädoyer für offene Strassen und Wege» sieht in dieser von ihm skizzierten (heutigen) Situation einen Gewinn. Er plädiert für Wege und Zugänge, die ein «multi- kulturelles Neben- und Miteinander» nicht als Last, sondern als Bereicherung erlebbar und erfahrbar machen. Hingegen hebt Otto Ackermann im folgen- den zweiten Beitrag die Schattenseiten der heu- tigen (Auto-)Mobilität hervor. Den Zürcher Kultur- soziologen Hanspeter Meier-Dallach zitierend, schreibt Ackermann: «Das Gefühl, im Längsschnitt Dörfer, Städte, Täler, Pässe, Regionen zu passieren, füllt einen beachtlichen Teil der Erlebniszeit der mobilen Bevölkerung. Jeder durchschrittene Ort ist in der Zeit pro Kilometerrechnung ein Orientie- rungspunkt für die noch zu überwindende Strecke. Die durchfahrene Kulturlandschaft bleibt dabei förmlich auf der Strecke.»1 Peter Martin Schindler weist im dritten Beitrag allgemein auf die Bedeutung von Strassen und Ver- kehrverbindungen in römischer Zeit hin. Er macht 272
        

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