DENKMALSCHUTZ IN LIECHTENSTEIN HANS JÖRG FROMM ELT VADUZ, «ST. FLORINSGASSE», «SCHÄDLER- HAUS» UND ARCHÄOLOGISCHE BEFUNDE DER AUSGRABUNG «FLORINSKAPELLE»18 1873/74 Erstellung des dreigeschossigen Wohn- und Praxishauses in Massivbauweise mit klassizistischen Zierelementen. Die Baupläne zeichnete der in Feldkirch ansässige Baumeister und Architekt Seraphin Pümpel.19 Nach den Erbau- ern Dr. Rudolph Schädler und Dr. Al- bert Schädler wird das Haus heute noch «Schädlerhaus» genannt.20 Dem Neubau mussten der Turm der Florins- kapelle und der «Tschaggaturm» - wahrscheinlich ein mittelalterlicher Wohnturm - weichen. 1889 Hangseitiger Anbau von Ökonomie- bauten. 1894 Verglasung der ursprünglich offenen Terrasse im 2. und 3. Stock. 1896 Erweiterung der Stallgebäude. 1905 Umbau und Erhöhung der Ökonomie- bauten. 1968 Kauf des «Schädlerhauses» durch das Land Liechtenstein. Nutzung als Ver- waltungsgebäude . 1992-1995 Tiefbauarbeiten in der St. Florinsgasse lösen archäologische Notgrabungen auf dem südlichen Vorplatz des «Schädlerhauses» aus. Untersuchung der Vorgängerbauten der 1873/74 ab- gebrochenen Florinskapelle.21 1993 Baugeschichtliche Untersuchung. 1994/95 Renovation des Verwaltungsgebäudes und neue Platzgestaltung.22 Der Verlauf der anlässlich der archäologischen Grabungen freigelegten Grundrisse der Florinskapelle konnte im Gehbelag nachgezeichnet werden.23 1995 Unterschutzstellung der archäologi- schen Bereiche «Florinskapelle» und «Untere Hofkaplanei».24 1996 Unterschutzstellung des «Schädlerhau- ses». 
12) Eine Zusammenfassung der baugeschichtlichen Daten bei Poeschel (1950), S. 93-98; bei Degen (1978). S. 211-215. und bei Oswald; Schaef'er; Senhauser (1971), S. 303-304. 13) «Est ibi ecclesia. cum Decima de ipsa uilla.» Vgl. LUB 1/1. S. 41. Zum churrätischen Reichsgutsurbar und dessen Datierung; Clava- detscher (1994). Zur Problematik der Zuweisung: Pepic (1996), S. 138-140. 14) «ecclesia St. Petri» (1298) und «capella» (1300): Beide Perga- menturkunden sind abgebildet und beschrieben bei Wanger (1991). S. 19-20. 15) Fotos, welche das Aussehen der Kapelle nach dieser Innen- und Aussenrenovation zeigen, bei Wanger (1991), S. 40-41. Die Kapelle blieb in diesem Zustand bis 1958 unverändert. 16) Die Ausgrabung wurde unter der Leitung von David Beck durchgeführt. H. R. Sennauser führte 1960 eine Nachuntersuchung durch. Die abschliessende Publikation aller Ausgrabungsbefunde steht immer noch aus. Ein erster Ausgrabungsbericht bei Beck (1958). 17) Die Presse berichtete laufend über den Stand der Arbeiten: «Kirche St. Peter in neuem  Glanz. Renovationsarbeiten an der Kirche St. Peter sind im Gange». In: LVaterland, Donnerstag, 5. Januar 1995. S. 6; «Freilegung faszinierender Wandmalereien im Schaaner St. Peter. Bisherige Restaurierungsarbeiten im ältesten Schaaner Gotteshaus verlaufen sehr vielversprechend - Frühere Kultursünden ausmerzen». In: LVolksblatt, Donnerstag, 16. Februar 1 995. S. 5; «Die Kapelle St. Peter in Schaan erstrahlt in neuem Glanz. Nach einjähriger Arbeit ist die Renovation St. Peter jetzt zur Weihnachtszeit abgeschlossen - Blick in die Geschichte des Gottes- hauses». In: LVolksblatt. Mittwoch, 27. Dezember 1995, S. 3. 18) Zur Geschichte des «Schädlerhauses»: Pattyn (1994/2). 19) Zu Seraphin Pümpel (1821-1930); Castellani Zahir (1993), S. 59. Anni. 3. 20) Zu den Brüdern Rudolf und Albert Schädler: Rheinberger (1994) und Rheinberger (1997). 21) Ein Vorbericht über die interessanten Ausgrabungsergebnisse bei Frommelt (1995/2). 22) Zur Renovation: Pattyn (1995) und Rechenschaftsbericht (1995). S. 189. 23) Zur Platzgestaltung: Hartmann & Eberle (1995). S. 20. Eine Plandarstellung zum Konzept der Platzgestaltung im Rechenschafts- bericht (1995). S. 219. 24) Pressemitteilung über die Unterschutzstellung: «Drei Objekte in Vaduz werden unter Denkmalschutz gestellt. Schaffung eines ar- chäologischen Schutzes St. Florinsgasse Vaduz» - Unterschutzstel- lung eines historischen Telephonmastes von 1925. In: LVolksblatt, Freitag, 29. Dezember 1995. S. 2. 255
        

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