DENKMALSCHUTZ IN LIECHTENSTEIN HANSJÖRG FROMMELT Dem Tätigkeitsbericht1 der Denkmalschutz-Kom- mission der Fürstlichen Regierung kann entnom- men werden, dass diese sich im Jahr 1995 in be- sonderem Masse - aber mit unterschiedlichen Re- sultaten - dem Erhalt industriegeschichtlicher Zeit- zeugen gewidmet hat.2 Ein Telefon-Freileitungs- mast aus dem Jahr 1925 konnte restauriert, kon- serviert und unter Schutz gestellt werden. Erfolglos blieben hingegen die Bemühungen um den Erhalt eines beachtenswerten Arbeiterwohnhauses an der «Marianumstrasse» im «Unteren Mühleholz» in Vaduz, welches sich zu jener Zeit im Besitz des Landes Liechtenstein befunden hatte.3 Der Bau fiel der Spitzhacke zum Opfer. Die Diskussion um die Unterschutzstellung der stillgelegten Spinnerei der Firma Jenny, Spoerry & Cie. in Vaduz blieb im Be- richtsjahr ohne Ergebnis.4 Seitens der Vertreter der Gemeinde Vaduz wurde immer wieder in Frage ge- stellt, ob eine «Unter-Denkmalschutz-Stellung in Frage kommt» und inwieweit die Gefahr besteht, dass durch eine entsprechende Schutzverfügung der Entscheidungsspielraum der Gemeinde einge- engt werden könnte.5 1) Der Tätigkeitsbericht ist jeweils im Rechenschaftsbericht der Fürstlichen Regierung wiedergegeben. Vgl. für das Jahr 1995 den Rechenschaftsbericht (1995). 2) Rechenschaftsbericht (1995), S. 218. 3) Ebenda. 4) Zur jüngsten Geschichte des Fabrikareals: Frommelt (1997), S. 281-283. Zur Problematik der Umnutzung: Ospelt (1995/2). 5) Ospelt (1995/1), S. 149. Abb. 1: Vaduz. Arbeiter- wohnhaus der «Rosen- thal'schen Fabrik» an der «Marianumstrasse» vor dem Abbruch. Blick auf die Südfassade des Rei- henhauses 251
        

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