«Die empirische Basis dieser Schichtzuteilung sind die sozialen Zustände der Bundesrepublik (...), die aber nicht unbesehen auf alle westlichen Indu- striestaaten übertragen werden dürfen. Ebensowe- nig ist es statthaft, die sozialen und gesellschaft- lichen Bedingungen der USA, die als Hintergrund für amerikanische soziolinguistische Untersuchun- gen dienen, unbesehen auch für deutsche Verhält- nisse anzunehmen. Solche Merkmalbeschreibun- gen gelten nicht universell, wohl nicht einmal für ein ganzes Land insgesamt. Man muss mit grossen Unterschieden auch regionaler Art rechnen. (...) Bei der genannten Unsicherheit in der Abgrenzung sozialer Schichten und der Schwierigkeit zu be- stimmen, welche sprachlichen Eigenheiten auf Schichtmerkmale oder auf andere Ursachen (...) zurückgehen, muss grösste Vorsicht gelten bei der Annahme von , so als 
spräche jede soziale Schicht ihre eigene Sprache» (Löffler 1985, S. 41). Trotzdem wird der Versuch einer Schichteintei- lung unternommen, um die Abhängigkeit des Sprachgebrauchs von eben dieser Determinante - falls vorhanden - zu untersuchen. Es ist nicht un- ser Ziel, schichtspezifische Varianten zu elaborie- ren, sondern die Hypothese der Unabhängigkeit der Varietätenwahl von der sozialen Zuordnung der Mundartsprecher zu verifizieren. Ein Promille der liechtensteinischen Bevölke- rung, unterteilt in Ober-, Mittel-, und Unterschicht, wurde über den Spachgebrauch in der Familie be- fragt. Die Probandenauswahl für unsere «infor- melle» Schichteinteilung erfolgte auf Grund der Information einer Gewährsperson in jeder Gemein- de. Diese wurden beauftragt, nach folgenden Krite- rien weitere Probanden zu nennen: Tabelle 8: Sprachgebrauch in den Familien Datengewinnung: Frage- bogen Versand: 274 Rücklauf: 156 (N) = 57 % Familienhaushaltungen: 5883 Probandenauswahl: Teil- erfassung mit strukturier- ter Vorauswahl 
Spezifi- 'Ober- Mittel? Unter-: kation Schicht - Schicht Schicht * Aussagen der Probanden über andere. *"* Mundart Liechtensteins mit.fremden Einflüssen. 
% 
% % Präferenz', für* Mda, FL J 
83 89 80 FL fremd** 
4 8 ' 0 Gemisch 
4 1 20 Hd. * 
4 
1 0 Fremdsprache 5. 
1 0 Aktive Mundartkompetenz 
100 % 62: 
75 40 der Familienmitglieder* 
,75 % ' 18 22 , , 40 50 % 
16 
•2 0 25 % ! o" 
1 20 0% , 
4 0 0 Andere' Varietät der Familienmitglieder, 
Hd. 
72 65 66 die nicht, Mundart sprechen* 
ändere Mda,* 2-3. 15 33 Fremdsprache 
'5 
: 5 0 Gemisch 0 15 0 Familienmitglieder, die Mundart verstehen* 
96 98 100 Sprachkontakt mit Hd. 
Hd. i 
100 
100 100 Sprachsituation mit Hd. im Bekanntenkreis* 
80' 
47 ' 20 170
        

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