tenstein-Archives als Depots benützt, ebenso der Keller bei der Bibliothek. Nach dem «Münchner Frieden» im September 193812 wurde die Bergung wieder aufgehoben, die Galerie eingeräumt und wieder öffentlich zugänglich gemacht. Aus dem Schloss Feldsberg13 in Mähren hatten wir die Kup- ferstichsammlung, die im zweiten Stock des Schlos- ses untergebracht war, nach Sternberg14 in Nord- mähren geborgen. Der Transport wurde per Bahn durchgeführt, im Schloss Sternberg hatte man einen trockenen Keller für diesen Zweck adaptie- ren lassen. Die Polenkrise, der bevorstehende Überfall Deutschlands auf Polen, der am 1. September 1939 zum Zweiten Weltkrieg führen sollte, hatte sich während des Augusts sehr verschärft. Wenn auch diesmal der Gefahrenherd von Wien weiter ent-fernt 
war, trugen wir uns trotzdem im August 1939 mit neuen Bergungsplänen. Damals bestand die Idee, die Burg Liechtenstein bei Mödling in Nie- derösterreich als Bilderdepot auszubauen. Dieses starke Bauwerk wäre mit grösseren Eingängen zu versehen gewesen, Klimaanlagen wären errichtet worden, die Fenster- und Türöffnungen sollten splittersicher verbaut werden. Dieser Plan musste fallen gelassen werden, als eine beim Denkmalamt veranlasste Erkundigung ergab, dass das Heer in der Nähe der Burg eine Fliegerabwehrstellung er- bauen wolle. Während in der Galerie die Bilder be- reits für einen Abtransport vorbereitet wurden, dachte man dann daran, einen grossen und ge- wölbten Parterreraum im Palais Aiserbachstrasse15 als Bergungsraum in Verbindung mit den Räumen, die im Galeriepalais zur Verfügung standen, zu ad- Schloss Feldsberg (Mäh- ren) war ein geeigneter Bergungsort, jedoch wur- den die Parterre-Räume 1940 vom Militär be- schlagnahmt 
Auch auf Schloss Stern- berg (Mähren) war fürst- liches Kunstgut gelagert, das jedoch 1944 verloren ging Pläne zur Errichtung eines Depots in der Veste Liech- tenstein bei Mödling muss- ten storniert werden 8
        

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