GOTTESFÜRCHTIGE REBELLEN AUS LIECHTENSTEIN ALBERT EBERLE Trappisten in Natal blieb auch den weissen Sied­ lern nicht verborgen. Sie standen den sonderbaren Männern in ihren langen Kutten anfangs skeptisch gegenüber. Die englische Presse mokierte sich über die ein­ fache Herkunft der meisten Mönche. Nach Ansicht einiger Reporter konnten diese den Schwarzen nicht von Nutzen sein, denn ein ausgetretener Trappist hatte einem weissen Farmer fünfzig Pfund gestohlen. Schnell erkannten aber die weissen Farmer das landwirtschaftliche, handwerkliche und technische Geschick der Trappisten. Viele holten sich Rat bei den Brüdern oder Hessen ihre Maschinen und Wa­ gen dort reparieren. Bald waren auch viele Zeitungen voll des Lobes über die tüchtigen Mönche aus Europa, denn Ma­ riannhill hat sich auf kulturellem und technischem Gebiet grosse Verdienste um Südafrika erworben.101 DIE GELÜBDE Nach zwei Jahren Noviziatszeit legten die Brüder Nigg im Mai 1885 ihre Gelübde ab. Die hand­ schriftliche Eintragung ins Mariannhiller Brüder­ buch lautet folgendermassen: «Wir Endgefertigten bestätigen, dass wir in die Hände des ehrwürdigen Vaters Prior Franz Pfan­ ner, die einfachen Gelübte abgelegt haben. Mariannhill am Fest Christi Himmelfahrt den 14. Mai 1885. Fr. Franz Prior Br. Gregor Nigg + Br. Germanus Nigg + Br. Cornelius Nigg»102 
Die Nigg-Brüder wirkten als tüchtige Steinmaurer beim Bau der 
Kloster­ kirche von Mariannhill mit (Foto zum 50-jährigen Jubiläum 1932) Schriftliche Bestätigung, dass die Nigg-Brüder 1885 das Ordensgelübde der Trappistenmönche 
gelei­ stet haben 101) Balling: Der Trommler Gottes, S. 157 f. 102) Archiv der Mariannhiller Missionare CMM, Mariannhill, altes Brüderbuch, S. 18. 
Süd- 'Afrika 99
        

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