Vom «Bröggle» aus, dem Vorraum der beiden Schlafkammern, in dem sich auch eine grosse Vor- ratstruhe befindet, die ebenfalls zum Originalbe- stand des Hauses zählt, führen niedrige Türen in die Räume über der Laube und dem Schopf mit Hühnerstall. Hier werden Gerätschaften aus ver- schiedenen Bereichen der bäuerlichen Arbeit ge- zeigt, so u. a. auch über das Torfstechen, von der Heuschrote über den Torfspaten bis zur Stossbära. In diesem Vorraum befindet sich heute eine Schnapsbrennerei, wie sie um die Jahrhundert- wende in den Bauernhäusern unseres Landes weit verbreitet waren. Im oberen Laubengang wurde in Glas- und Korbflaschen ein Vorrat an Selbstge- branntem Schnaps eingelagert. Eine Holztreppe führt schliesslich vom «Brögg- le» aus auf 
den Dachboden, wo sich die Rauchkam- mer befindet. Hier wurden an langen Querlatten unterhalb der Dachbalken die Maiskolben (Türken) zum Trocknen aufgehängt. Mais zählte neben Kar- toffeln und Weisskabis (Kohl) zu den Hauptnah- rungsmitteln in unserem Lande. Türkenmehl wur- de zu Riebe] verarbeitet, der früher täglich - oft so- gar mehrmals - auf den Tisch kam oder zur Ver- pflegung bei der Feldarbeit mitgenommen wurde und für die Ernährung wichtiger war als das Brot. Auf dem Dachboden befinden sich auch der alte Webstuhl und ein Zettelrahmen, datiert 1861, die ebenfalls aus diesem Haus stammen. 358
        

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