SPRACHWANDEL IN TRIESENBERG/DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG/TONI BANZER Triesenberg bietet Arbeitsstätten vor allem im Bau-, Reparatur-, Handels- und Gastgewerbe, während der Dienstleistungssektor nicht stark ver- treten ist. 1985 gab es 116 Arbeitsstätten mit insge- samt 557 Beschäftigten, wovon 350 im Bau-, Repa- ratur-, Handels- und Gastgewerbe tätig waren.51 Neben Vaduz ist Triesenberg mit seinem Wan- der- und Skigebiet Malbun das zweite wichtige Fremdenverkehrszentrum in Liechtenstein. 
AUSWAHL DER INFORMANTEN Die Datengewinnung für die vorliegende empiri- sche Untersuchung erfolgte mittels Fragebogen bei 58 Triesenbergerinnen und Triesenbergern. Das Vorgehen bei der Auswahl der Informanten, also bei der Strukturierung des Samples, ergab sich aus den interessierenden Fragestellungen. Ein Hauptanliegen ist ja, den Einfluss der vier sozialen Faktoren Alter, Geschlecht, Berufsart und Berufs- ort auf den Sprachwandel festzustellen. Die Infor- manten mussten deshalb unter Berücksichtigung dieser Kriterien ausgesucht werden. Als zusätzliche Einschränkung wurden nur ge- bürtige Triesenbergerinnen und Triesenberger mit Wohnsitz in der Heimatgemeinde berücksichtigt. Alle anderen Variablen wurden konstant gehalten. STRUKTURIERUNG NACH ALTERSGRUPPEN Die Unterteilung der Bevölkerung in Altersgruppen stellt die wichtigste Gliederung dar, zumal diesbe- züglich die eindeutigsten Resultate zu erwarten sind.52 Für diese Arbeit wurden drei Altersgruppen festgelegt. In der ersten Gruppe, A I, sind Personen zwischen 20 und 30 Jahren vertreten. Die Alters- gruppe A II vertreten die 40- bis 50jährigen, und in der Gruppe A III sind Frauen und Männer von über 60 Jahren. Gemäss realem Einwohneranteil sind in A I 28 Personen und in A II 20 Personen vertreten, A III ist, nicht dem Realanteil entsprechend, mit zehn Personen besetzt. Zwischen jeder dieser drei Gruppen sind zehn Jahre freigelassen. Die dadurch enstehende Zäsur soll deutliche Aussagen über den Einfluss des Al- ters auf die Sprache ermöglichen. Die Zäsur wird noch markanter, wenn man das Durchschnittsalter 49) Meusburger 1981, S. 147. 50) Mella 1978, S. 14. 51) Alle Zahlen zu Bevölkerung, Pendelverkehr und Arbeitsmarkt aus: Statistisches Jahrbuch 1989, S. 20f., 96. 151. 52) Siehe auch, S. 12. 31
        

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