LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1994 Vorbereitungsarbeiten zur Ausstattung der Räume zu einem kleinbäuerlichen Wohnmuseum be- gonnen. Ziel der Einrichtung sollte es sein, in Har- monie mit der klaren Lesbarkeit der einfachen Ar- chitektur, einen Eindruck vom kargen Leben der kleinbäuerlichen Bevölkerung am Schellenberg um die Jahrhundertwende zu geben. All das, was un- sere Grosseltern zum täglichen Leben benötigten, musste zusammengetragen werden. Vieles von dem, was unseren Vorfahren unentbehrlich er- schien, ist zwischenzeitlich in Vergessenheit gera- ten und verschwunden, und war nur mühsam wieder zu beschaffen. Gerade hier durfte das Lan- desmuseum auf grosszügige Unterstützung vieler Donatoren zählen, deren Beiträge von einfachen Gerätschaften bis zum Bettzeug und vom Mostfass bis zum Webstuhl reichten. Am 10. und 11. September 1994, anlässlich der Internationalen Tage des offenen Denkmals, war das Haus 12 in Schellenberg, die erste Aussenstelle des Liechtensteinischen Landesmuseums, erstmals als Wohnmuseum der Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl an nur wenigen Tagen im Herbst 1994 geöffnet, hat das kleine Wohnmuseum das Interes- se von mehr als 550 Besuchern gefunden. Bereits am 26. April war die Fürstliche Regierung zusam- men mit der Regierung des Kantons St. Gallen zu Gast im Schellenberger Wohnmuseum und folgte einer Führung durch den Museumsleiter. Am 4. Ok- tober war Prof. Heinz Dopsch mit Studenten der Historischen Seminare der Universitäten Salzburg und Innsbruck im Rahmen einer Liechtenstein-Ex- kursion zu Gast im neu errichteten Schellenberger Wohnmuseum. Die Aussenstelle Schellenberg bleibt über die Wintermonate geschlossen. Der Aufsichtsdienst wird durch Frau Rosemarie Biedermann, Mauren, und Frau Rösle Jehle, Schaan, wahrgenommen. TAGUNGEN, KOMMISSIONSARBEIT UND BERATUNG Durch die Teilnahme an Fachtagungen und den Besuch zahlreicher Museen und Ausstellungen 
konnten bestehende Kontakte intensiviert und neue geknüpft werden. In mehreren Kommissionen, in denen das Lan- desmuseum seit Jahren vertreten ist, konnte die Arbeit fortgesetzt werden, u. a. im Verband der Mu- seen der Schweiz (VMS), der Denkmalschutzkom- mission des Fürstentums Liechtenstein, dem Histo- rischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein, der Ankaufskommission der Staatlichen Kunst- sammlung u. a. m. Grosse Bedeutung misst die Museumsleitung nach wie vor der fachkundigen Beratung und Be- treuung von Wissenschaftlern und Publikationen bei. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang ne- ben mehreren Arbeiten im Inland, zu denen das Landesmuseum Hilfestellung leistete, eine Publika- tion zur Bronzezeit von Ernst Probst, Mainz-Kastel, eine Publikation von Dr. Annamarie Zelenyi, Uni- versität für Wirtschaftswissenschaften Budapest, und die Forschungsarbeiten von Dr. Kveta Krizova, Prag, über die Hohenemser Galerie. RESTAURIERUNGSARBEITEN Im Vorfeld der Sonderausstellung im Rätischen Museum in Chur wurden alle ausgewählten Expo- nate auf ihren Zustand untersucht und gegebenen- falls konservatorische und restauratorische Mass- nahmen durchgeführt. Das Landesmuseum durfte einmal mehr auf die fachkundige Hilfe und be- währte Zusammenarbeit mit dem Restaurator Kurt Scheel aus Feldkirch und mit Tanja Neuhorn, Re- stauratorin der Archäologie FL, zählen. Thomas Müssner konnte in längerfristigen Praktika im Ate- lier Kurt Scheel in Feldkirch seine Kenntnisse ver- tiefen und vielseitige Erfahrungen sammeln. ANKÄUFE, ZUWENDUNGEN, BIBLIOTHEK Die Neueingänge belaufen sich für das Berichtsjahr auf insgesamt 197 Objekte, darin sind zahlreiche Schenkungen enthalten. 115 Objekte entfallen auf den Ausstattungsbereich des Wohnmuseums in 339
        

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