Liechtensteiner Namenbuch: Tätigkeitsbericht 1994 EINLEITUNG Wieder können wir auf ein Jahr zurückblicken, das uns unserem Ziel eines gedruckten Grundlagen- werkes 
namens Liechtensteiner Namenbuch ein schönes Stück näher gebracht hat. Was bereits im letzten Jahresbericht vermerkt wurde, gilt weiter- hin: immer mehr gleicht unsere Arbeitsweise ei- nem komplizierten Netz, dessen einzelne Maschen in dichter Verknüpfung miteinander verbunden sind - ein Flechtwerk, das immerhin dank der durch Computerunterstützung extrem konzentrier- ten Arbeitsorganisation immer mehr die Struktu- ren und Inhalte des schliesslichen Werkes durch- scheinen lässt. PERSONAL So gilt weiterhin, was bereits früher gesagt wurde - dass nämlich die Arbeit der am Werk Beteiligten, insbesondere der beiden Hauptmitarbeiter Toni Banzer und Herbert Hübe, immer mehr zur reinen Bildschirmarbeit wird, natürlich immer wieder abwechselnd mit dem Konsultieren unserer Fach- bibliothek, der Diskussion untereinander und mit dem Projektleiter. Die Herren lic. phil. Toni Banzer und Herbert Hübe arbeiteten beide weiterhin zu 100 Prozent. Sie waren hauptsächlich beschäftigt mit der Defini- tion und Deutung der Superlemmata (Lexikonstich- wörter) sowie mit der Lokalisierung von nur histo- risch belegten (heute also nicht mehr lebenden) Namen. Ferner wurden neue historische Belege in der Datenbank ON2 erfasst und die ON2-Daten weiter kontrolliert. Und schliesslich wurde im Be- reich des (nach Gemeinden 
geordneten) Material- teils des Namenbuches mit dem Verfassen der ei- gentlichen Namenartikel begonnen. Auch galt es die uns überbundene Aufgabe einer Nomenklaturkommission wahrzunehmen. Herr Claudius Gurt arbeitete im gewohnten Rah- men an der Erschliessung der Archive weiter. Seine Mitarbeit ist im gegenseitigen Einvernehmen bis Mitte 1995 erstreckt worden, da es sich erwiesen 
hat, dass er ansonsten nicht in der Lage wäre, zu einem abgerundeten Abschluss seiner Quellenar- beit zu gelangen. STAND DER ARREITEN BEARBEITUNG DER EINGEGEBENEN DATEN, NEUEINGABEN Die redaktionelle Arbeit, die im Lauf des Berichts- jahres aufgenommen wurde, erfordert ein stän- diges Wechseln zwischen den sogenannten Sam- mel- und den Resultatdatenbanken. Beim For- mulieren der Lexikon- und Namenartikel werden in den Sammeldatenbanken immer wieder Anpas- sungen vorgenommen, Informationen zusammen- getragen und diese in den Resultatdatenbanken verarbeitet. SAMMELDATENBANKEN Sie erfuhren einige wesentliche Ergänzungen. ON1 -Material (Liste aller Flurnamen): Für sämt- liche nur mehr historisch belegten Flurnamen wur- de wenn möglich eine Ortsbeschreibung gegeben, die aus dem Wortlaut der Urkunden erschlossen wurde. Für die lebenden Namen konnten diese An- gaben im Feld erhoben werden. 0N2-Material (historische Belege): Die Daten- bank wurde um Teile des Sulzisch-Hohenemsischen Urbars sowie um rund 800 von Claudius Gurt ex- zerpierte neue Namenbelege erweitert. Sämtliche Eingaben, neue wie ältere, sind kontrolliert. ON3-Material (Angaben aus Sekundärliteratur): Die Datenbank wurde weiter systematisch re- vidiert, das heisst, auf formale sowie inhaltliche Unzulänglichkeiten geprüft. Mit Ausnahme einiger kleiner Werke wurde keine weitere Sekundärlitera- tur exzerpiert. ON4-Material (volksetymologische Angaben): Im Berichtsjahr wurden keine entsprechenden Be- fragungen durchgeführt. 320
        

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