vier Jahren realisiert. Die Finanzierung erfolgte durch die Salzburger Landesregierung und das Bundesministerium für Frauenangelegenheiten. 
ZUM INHALT Nach einer kurzen Einleitung über Anspruch und Leistung der historischen Frauenforschung sowie deren Schwierigkeiten in Bezug auf die Beschaf- fung von Quellen werden fünf Schwerpunktthemen vorgestellt: - Frauen in öffentlichen und privaten Räumen - Die Erziehung der Mädchen - Frauen und Arbeit - Frauen-Körper - Frauen im Krieg Ausser dem letzten Kapitel, das weibliche Lebens- zusammenhänge während des Ersten Weltkrieges untersucht und der Frage nachgeht, ob das Frau- enwahlrecht als Belohnung für die Kriegsarbeit zu verstehen sei, folgt die Thematisierung der histori- schen Entwicklung, die sich über zweihundert Jah- re, von der vorindustriellen Zeit bis in unser Jahr- hundert, erstreckt. Aufschlussreich sind die Hinweise auf die Stel- lung der Frauen innerhalb der feudalständischen Ordnung. So bedeutete «für die Menschen der feu- dalen Welt die Verschiedenheit des Standes eine sehr viel weiter reichende Lebensvorgabe als die Verschiedenheit des Geschlechts». Dies änderte sich in einer Gesellschaft von prinzipiell freien und gleichen Staatsbürgern, auch wenn dieser An- spruch nur teilweise eingelöst wurde und insbeson- dere die Frauen erst anfangs dieses Jahrhunderts ihre diesbezüglichen Rechte erlangten. Von einem ständisch-feudalen Hintergrund aus- gehend fällt der Blick auf die Ausformung der bür- gerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert und de- ren Konsequenzen für die Stellung der Frau. Dabei wird ersichtlich, dass die bis heute gültige Rollen- zuschreibung, die Männer dem öffentlichen, Frau- en dem privaten Bereich zuordnet, historisch eine sehr junge Erscheinung ist. Deren Wurzeln sind im 19. Jahrhundert zu suchen und in engem Zusam- menhang mit der damals in Abgrenzung zur priva- ten Sphäre entstehenden bürgerlichen Öffentlich- keit zu sehen. 302
        

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