«FABRIKLERLEBEN» HANSJÖRG FROMMELT Abb. 2: Schwertransport während den Ausstellungs- vorbereitungen. Anliefe- rung einer Ringspinn- maschine aus der Zeit um 1910/1920 Abb. 3: Aufbau einer Pantographen-Stick- maschine aus dem Jahr 1895 Abb. 4: Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der alten Ringspinnmaschine aus der Zeit um 1910/1920 DIE FABRIK Sogleich stellte sich den Projektleitern die Frage nach dem Ausstellungsort, hatten doch die Aushub- arbeiten für einen Bankneubau dem in unmittel- barer Nachbarschaft zur Baugrube stehenden Mu- seumsgebäude derart zugesetzt, dass es förmlich auseinanderzubrechen drohte und für unbestimm- te Zeit geschlossen werden musste.11 In Vaduz herrschte Raumnot. Es fehlte weitestgehend an der notwendigen Infrastruktur für kulturelle Veranstal- tungen von längerer Dauer. Die grossen Gemeinde- säle des Landes waren für den vorgesehenen Zeit- raum ebenso ausgebucht wie der etwas kleinere Saal des Rathauses in Vaduz. Die Projektleiter ver- traten zudem einhellig die Meinung, dass diese für die geplante Ausstellung über die Frühzeit der In- dustrialisierung Liechtensteins nicht den idealen Rahmen bilden können. Aktuelle Tagesereignisse leisteten den Aus- stellungsmachern bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten unverhofft Hilfestellung. Die tradi- tionsreiche Spinnerei der Firma Jenny, Spoerry & Cie. in der Vaduzer Allmeind stellte nämlich im Sommer 1993 den Betrieb ein. Eine der ältesten Fabriken Liechtensteins schloss endgültig und bei- nahe unbemerkt ihre Tore. Nachdem die Produk-3) 
Archäologie FL, Code 0413. Wissenschaftliche Auswertung im Gang. Ein Vorbericht über die Grabung in der Pfarrkirche Mauren bei Frommelt (1996). 4) Archäologie FL, Code 1153. Wissenschaftliche Auswertung im Gang. Ein Vorbericht über die Grabung in der St. Florinsgasse bei Frommelt (1995). 5) Ein Überblick über den anthropologischen Forschungsstand in Liechtenstein bei Etter (1992). 6) Zur Ausstellung in Basel ist eine Publikation erschienen. Vgl. Etter; Lörcher (1993). 7) Vgl. Meier (1994). 8) Dr. Alois Ospelt mahnte in seiner Ansprache anlässlich der Ausstellungseröffnung: «Ein hochindustrialisierter Staat wie Liech- tenstein darf doch seine industriegeschichtliche Vergangheit nicht vergessen.» Vgl. Rohner (1994). Gedanken zur Erforschung der Wirtschaftsgeschichte Liechtensteins auch bei Scherrer (1994). 9) Bauschäden führten zur Evakuierung des Museumsgebäudes. Vgl. Hasler (1994/1) und Meier (1994). 10) Im Rahmen der Budgetdebatte über einen Landesbeitrag an die Ausstellung «Fabriklerleben» sprach der Landtagsabgeordnete Paul Vogt sogar von einem «Ausstellungsvakuum», das es nach der Schliessung des Landesmuseums zu überbrücken gelte. Vgl. «Fa- briklerleben» soll dokumentiert werden. In: LVaterland, Mittwoch, 15. Juni 1994, S. 4. 11) Mit der Wiedereröffnung des Museums dürfte nach Auskunft des Museumsleiters nicht vor der Jahrtausendwende gerechnet werden. Vgl. Gabrieli (1994). 281
        

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