Abb. 15a: Mauren/Pfarr- kirche - glatt polierte Oberseite, Rand von feiner Rille begleitet (Inv. Nr. 0 0413/0412) Abb. 15b: Rückseite mit ausgebrochenem Unterfut- ter. Beide Abbildungen Massstab 2:1 
14. Jahrhundert datiertes Vergleichsexemplar aus Meilen-Friedberg belegt.44 Die Knöpfe von Mauren, Eschen, Bendern, Va- duz und Triesen mit ihrer Vielfalt an Motiven lassen sich in den Bereich der bäuerlichen Tracht einord- nen. Leider sind keine Abbildungen aus der Zeit- spanne zwischen dem 15. bis 18. Jahrhundert für das Gebiet von Liechtenstein bekannt, die uns die Bekleidung dieser Epoche in ihrer vollständigen Form zeigen würden. Bei den Ausgrabungen im Kirchenareal von Mauren waren viele Metallknöpfe45 mit nur polier- ter Oberfläche zu finden, die in verschiedenen Pro- duktionstechniken hergestellt worden waren: mit Unterfutter (Abb. 15a und 15b); mit angelöteter Öse; mit mitgegossener Öse und abgedrehter Un- terseite; in Dreiformenguss mit rohbelassener oder nur grob abgefeilter Unterseite. Einige davon wei- sen eine leicht gewölbte Oberseite auf (Abb. 16). Die Knöpfe mit einer glatten Oberseite von Mau- ren und von Bendern zeigen aber keine Ähnlichkeit zu den Stücken aus Schaanwald/Mühlegasse. Sie haben einen grösseren Durchmesser (zwischen 1,7-2,7 mm), während jene von Schaanwald durch ihre Produktionsart aus dem Rahmen fallen. Die Fixierung der Öse mithilfe einer kegelförmigen Löt- masse ist bisher einzigartig in Liechtenstein. Dies würde für eine Zuweisung an eine nicht ortsübliche Kleidung, wie z. B. Uniformen, sprechen. 44) Müller 1981, S. 36. 45) In Mauren wurden nicht nur zahlreiche Metallknöpfe gefunden, sondern auch eine beachtenswerte Anzahl von Exemplaren aus Knochen, Horn, Holz, Glas und Perlmutt. Abb. 16: Mauren/Pfarrkir- che - leicht gewölbte Oberfläche, glatt poliert (Inv. Nr. 0 0413/0369). Massstab 2:1 260
        

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