PETER KAISER IM LICHTE DER NACHWELT JÖRG GERMANN chen offensichtlich mit dem republikanischen Ge- danken.»199 Im Herbst 1848: «Zu diesem Zeitpunkt, anfangs September 1848, hatte Kaiser die Möglich- keit zur Republik schon gänzlich fallengelassen.»200 Die dokumentarisch fundierten Interpretationen von Malin, Quaderer und Geiger festigen das Bild, das wir uns von Peter Kaiser machen. An die Stelle von Wohlwollen, Begeisterung, Bedauern und Zu- rechtweisung tritt nüchterne Distanz, ein gesicher- tes Wissen um die Bedeutung des Erziehers, Histo- rikers und Politikers. 1989 In dieser geklärten Luft kommt nun endlich Peter Kaiser massgeblich selber zu Wort. Sind viele sei- ner Texte - wenige ganz, viele nur bruchstückhaft - an verschiedenen Orten mühsam greifbar, so er- scheint nun 1989 sein Hauptwerk, die «Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein», in einer textkriti- schen Ausgabe und (in einem noch umfangreiche- ren Separatband) mit einem Apparat versehen, der erstens den so oft bedauerten Mangel fehlender Quellenangaben nach Möglichkeit behebt und zweitens gleich Korrekturen anbringt, wo sie durch das gewachsene Quellenmaterial und den Fort- schritt der Geschichtswissenschaft nötig geworden sind. Diese gewaltige Kleinarbeit und Forschungs- tätigkeit verdanken wir Arthur Brunhart.201 In der Einführung schreibt Brunhart, dass zwar das Feh-Dieter 
Langewiesche * 1943, aus St.Sebastian (Öster- reich); Studium der Ge- schichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg und in Würz- burg; Dr. phil. 1973, Habi- litation 1979; seit 1985 Professor für neuere und mittlere Geschichte an der Universität Tübingen 192) Quaderer 1969, S. 10. 193) Malin 1953, S. 171. 194) Quaderer 1969, S. 234. 195) Geiger 1970. 196) Ebenda, S. 41. 197) Ebenda, S. 59. 198) Ebenda. S. 98. 199) Ebenda, S. 129. 200) Ebenda, S. 131. 201) Kaiser 1989. Vorausgegangen waren zwei Reprints der Erstaus- gabe: Nendeln 1974 / Ruggell 1983. 211
        

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